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Steirische Einkommensstatistik 2024: Deutlich mehr Kaufkraft für Steirerinnen und Steirer

Eine aktuelle Auswertung belegt, dass die Einkommen stärker als die Preise steigen.

Einkommen in der Steiermark steigen stärker als die Preise: Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und Landesrat Stefan Hermann
Einkommen in der Steiermark steigen stärker als die Preise: Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und Landesrat Stefan Hermann
© Land Steiermark/Robert Binder; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und Landesrat Stefan Hermann sehen trotz positiver Einkommensentwicklung weitere Maßnahmen als notwendig an.
Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom und Landesrat Stefan Hermann sehen trotz positiver Einkommensentwicklung weitere Maßnahmen als notwendig an.
© Land Steiermark; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz. (7. März 2026).- Die Einkommen unselbstständig beschäftigter Steirerinnen und Steirer steigen stärker als die Preise. Betrachten wir die längerfristige Entwicklung seit 2005, so gab es bei den durchschnittlichen steirischen Nettojahreseinkommen eine Steigerung um 68,8 Prozent, die Preise legten im selben Zeitraum aber nur um 62,4 Prozent zu. Langfristig steigt damit die Kaufkraft der Steirerinnen und Steirer. Im Jahr 2024 gab es einen Einkommensanstieg von 7,7 Prozent netto im Vergleich zum Vorjahr, die Preise stiegen aber nur um 2,9 Prozent – ein im Gegensatz zu den beiden Vorjahren deutlicher Kaufkraftgewinn.

Dieser Zuwachs hatte zur Folge, dass der durchschnittliche Jahresbruttobezug 2024 einer unselbstständigen Person in der Steiermark, egal, ob Mann oder Frau, 43.412 Euro betrug. Ohne Berücksichtigung von Voll- und Teilzeitbeschäftigung ergibt sich für Männer ein Jahresbrutto im Schnitt von 51.664 Euro oder bei Vollzeitbeschäftigung von monatlich 3.059 Euro netto (exklusive des 13. und 14. Bezugs). Dementsprechend liegt für Frauen das durchschnittliche Jahresbruttogehalt bei 34.122 Euro (wieder Voll- und Teilzeit), mit einem Monatsnettoeinkommen von 2.661 Euro bei Vollzeitbeschäftigung.

„Gerade angesichts der wirtschaftlich herausfordernden Jahre ist es eine erfreuliche Entwicklung, dass sich die Einkommenssituation der steirischen Haushalte verbessert und auch die Kaufkraft wieder steigt. Für diese Landesregierung bleibt aber klar: Wir wollen weiterhin jene unterstützen, die tagtäglich Leistung erbringen und trotzdem genau rechnen müssen, um sich das Leben leisten zu können“, so Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, die fortführt: „Gleichzeitig zeigt die Statistik leider auch, dass es nach wie vor große Unterschiede bei den Einkommen zwischen Männern und Frauen gibt. Deshalb muss es weiterhin unser gemeinsames Ziel bleiben, Schritt für Schritt mehr Fairness und Chancengleichheit zu erreichen. Denn gleiche Leistung muss auch gleich bewertet werden – das ist keine Frage des Geschlechts, sondern eine Frage der Gerechtigkeit“, sagt Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom.

Landesrat Stefan Hermann: „Die aktuelle Einkommensstatistik zeigt eine grundsätzlich erfreuliche Entwicklung: Die Einkommen der steirischen Arbeitnehmer sind im vergangenen Jahr stärker gestiegen als die Preise, was eine reale Steigerung der Kaufkraft bedeutet. Gleichzeitig dürfen wir aber nicht übersehen, dass viele Menschen im Alltag weiterhin jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Zwar ist die Inflation zuletzt zurückgegangen, sie liegt aber weiterhin über dem EU-Schnitt. Aufgrund der bereits hohen Preise bei Energie, Wohnen und Lebensmitteln bleibt die finanzielle Belastung für viele Haushalte spürbar. Die Landesregierung nimmt die Unterstützung einkommensschwacher Haushalte mit bedarfsgerechten Mitteln ernst. Auch über die Landesebene hinaus wird es wirksame Maßnahmen brauchen, damit die arbeitende Bevölkerung spürbar entlastet wird und von steigenden Einkommen auch tatsächlich mehr im Geldbörserl übrigbleibt.“

Auch regional betrachtet, ergeben sich in der Steiermark zum Teil erhebliche Einkommensunterschiede: Die durchschnittlich höchsten Brutto-Jahreseinkommen werden im Bezirk Graz-Umgebung mit 49.095 Euro erreicht, gefolgt vom Bezirk Leoben mit 45.878 Euro. Deutlich bescheidener fallen die Vergleichswerte im Bezirk Liezen mit 39.301 Euro, im Bezirk Südoststeiermark (40.680 Euro) und im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld (40.980 Euro) aus.

Nach Branchen betrachtet, werden die höchsten Einkommen in der Finanz- und Versicherungsbranche erzielt, gefolgt vom Bereich der Energieversorgung und den wissenschaftlichen beziehungsweise den technischen Dienstleistungen. Am Ende dieser Rangordnung stehen Einkommen in der Beherbergung und Gastronomie, der Land- und Forstwirtschaft sowie bei Beschäftigung in privaten Haushalten.

Evident ist weiterhin die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen, die gemeinhin als „Gender Pay Gap“ bezeichnet wird: Ohne Berücksichtigung von Voll- und Teilzeit verdienten im Jahr 2024 Frauen in der Steiermark brutto um 34 Prozent weniger als Männer, der Österreich-Durchschnitt dieses Wertes liegt bei 31,6 Prozent. Weniger dramatisch fallen die Unterschiede aus, wenn man nach Voll- und Teilzeitbeschäftigung differenziert. In Vollzeit verdienen steirische Frauen netto aber auch noch um 13 Prozent weniger als Männer, in Teilzeit sogar um 2 Prpzent mehr. Zudem gibt es erhebliche regionale Differenzen, die von Graz mit sieben Prozent bis zu 20 Prozent im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag reichen (in Vollzeit). Einkommensvorteile der Männer gegenüber Frauen sind auch eine Frage des Alters: So verdienten Frauen unter 30 Jahren rund ein Fünftel weniger als ihre Berufskollegen, ein Wert, der ab dem 35. Lebensjahr besonders durch vermehrte weibliche Teilzeitbeschäftigung sogar ein Drittel und mehr ausmacht.

Den gesamten Bericht der Landesstatistik Steiermark finden Sie  hier.

Graz, 7. März 2026

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