Graz (16.03.2026).- Der bestehende Prüfzug-Sattelanhänger der KFZ-Landesprüfstelle in der Abteilung 15 (Energie, Wohnbau, Technik), mit dem mobile Überprüfungen von Leicht- und Schwerfahrzeugen direkt vor Ort durchgeführt werden, wurde am 23. November 2001 erstmals zum Verkehr zugelassen und ist somit nahezu ein Vierteljahrhundert im Einsatz. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters ist das System in technischer und betrieblicher Hinsicht nicht mehr zeitgemäß.
„Es ist also höchst an der Zeit, dass zur Durchführung technischer Unterwegskontrollen ein neuer mobiler Prüfzug angeschafft wird. Der Prüfzug steht für sämtliche Fahrzeugklassen, die im Straßenverkehr eingesetzt werden, uneingeschränkt für technische Überprüfungen zur Verfügung. Dadurch können sowohl leichte als auch schwere Kraftfahrzeuge sowie Sonderfahrzeuge unmittelbar vor Ort einer vollständigen Kontrolle unterzogen werden. Sozusagen vom Moped bis zum Schwertransporter. Mit dem neuen mobilen Prüfzug, für den 964.200 Euro reserviert sind, stellen wir sicher, dass gemeinsam mit der Exekutive technische Kontrollen künftig noch effizienter und praxisnäher durchgeführt werden können. Damit setzen wir ein klares Zeichen für sichere Straßen und für den Schutz aller, die tagtäglich unterwegs sind”, betont Landesrätin Claudia Holzer.
Denn mit dem „Oldtimer” kommt es trotz laufender Wartungsmaßnahmen immer wieder zu Einschränkungen im Prüfbetrieb, ebenso hat die Reparaturanfälligkeit in den letzten Jahren signifikant zugenommen, wodurch die Verfügbarkeit beeinträchtigt ist. Zudem gestaltet sich die Ersatzteilbeschaffung zunehmend schwierig bis unmöglich, da wesentliche Komponenten vom Hersteller nicht mehr produziert oder unterstützt werden.
Jörg Ofner, Leiter des Referates KFZ-Landesprüfstelle: „Aus Sicht der Abteilung 15 ist daher die Reinvestition in einen neuen mobilen Prüfzug nicht nur aus betriebswirtschaftlichen, sondern insbesondere aus rechtlichen und sicherheitsrelevanten Gründen dringend erforderlich, um die Kontinuität und Qualität der Fahrzeugüberprüfungen im Bundesland Steiermark sicherzustellen. Der Prüfzug umfasst unter anderem einen Bremsenprüfstand, einen Achsspieldetektor, eine Wiegeeinrichtung, Stromversorgung, Büroarbeitsplätze sowie umfangreiche Zusatzausstattung. Der mobile Prüfzug ermöglicht die flächendeckende Durchführung gesetzlich vorgeschriebener technischer Kontrollen an Ort und Stelle, standardisierte und EU-richtlinienkonforme Prüfungen und die gesetzeskonforme Datenaufzeichnung und Berichtspflicht an die Ministerien.”
Die Anschaffung erfolgte im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit EU-weiter Bekanntmachung unter der Leitung der Bundesbeschaffung GmbH und wurde gemeinsam mit dem Land Salzburg durchgeführt.
Edgar Chum, Leiter der Abteilung 15: „Schlussendlich wurde die Tiroler Firma EMPL Fahrzeugwerk GmbH, die maßgeschneiderte LKW-Aufbauten produziert, als Bestbieter ermittelt. Um unseren Verpflichtungen sowohl im hochrangigen als auch niederrangigen Straßennetz nachkommen zu können, ist der Einsatz eines entsprechend ausgestatteten mobilen Prüfzuges erforderlich. Die Auslieferung wird vermutlich Ende 2026 erfolgen. Bis dahin ist natürlich noch der alte Prüfzug im Einsatz.”
Graz, am 16. März 2026 |