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Joanneumgarten blüht in der Steiermärkischen Landesbibliothek wieder auf

Neue Ausstellung widmet sich der Geschichte des ehemaligen Joanneumgartens in Graz

Eröffneten gemeinsam die neue Ausstellung: Thomas Untersweg (Ausstellungsgestalter von BUERO41A) Bibliotheksleiterin Katharina Kocher-Lichem, LAbg. Sandra Holasek, Monika Primas und Markus Kostajnsek (Kuratoren) (v.l.)
Eröffneten gemeinsam die neue Ausstellung: Thomas Untersweg (Ausstellungsgestalter von BUERO41A) Bibliotheksleiterin Katharina Kocher-Lichem, LAbg. Sandra Holasek, Monika Primas und Markus Kostajnsek (Kuratoren) (v.l.)
© Land Steiermark/Resch
Im Veranstaltungsaal der Landesbibliothek fand die  Ausstellungseröffnung statt.
Im Veranstaltungsaal der Landesbibliothek fand die Ausstellungseröffnung statt.
© Land Steiermark/Resch
Aloe americana, Abbildung im Hortus Eystettensis (aus 1613), Pflanzenbuch des Nürnberger Apothekers Basilius Besler
Aloe americana, Abbildung im Hortus Eystettensis (aus 1613), Pflanzenbuch des Nürnberger Apothekers Basilius Besler
© Land Steiermark/Resch

Graz (22. Mai 2026).- Gestern Abend (21. Mai 2026) wurde in der Steiermärkischen Landesbibliothek die neue BLOOM-Ausstellung „Der Garten - Vom Entstehen und Vergehen des Joanneumgartens in Graz bis zu heutigen Begrünungs-Initiativen in der Stadt” eröffnet. Die Ausstellung zeigt anhand zahlreicher historischer Objekte, welches botanische Paradies sich im 19. Jahrhundert von der Neutorgasse bis zum Eisernen Tor in Graz erstreckte. „Mit der Ausstellung soll dieser Garten mitten in Graz symbolhaft wieder aufblühen. Gezeigt wird auch, wie schnell etwas zerstört ist und welch hohe Anstrengungen nötig sind, um Bruchteile dessen zurück zu holen”, unterstreicht die Leiterin der Steiermärkischen Landesbibliothek Katharina Kocher-Lichem

Eröffnet wurde die Ausstellung von LAbg. Sandra Holasek, die einmal mehr betonte, „dass wissenschaftlich fundierte Dokumentation und entsprechende Einordnung in die Gegenwart ein großes Potential für die Stadtplanung hat und wichtige Impulsgebung für die urbanen Herausforderungen unserer Zeit leisten kann.”

Zur Ausstellung
Bei der Gründung des Joanneums 1811 plante Erzherzog Johann auch einen botanischen Garten von Anfang an mit. Als geeignete Räumlichkeiten für die Sammlungen des Erzherzogs erwarben die Landstände den Lesliehof, dessen barocker Garten das ideale Ausgangsareal darstellte. Über die Jahrzehnte wurden Basteien abgerissen und die Grünfläche durch Grundstückskäufe erweitert – bis 1841 die größte Ausdehnung von fünf Hektar erreicht war.

Erzherzog Johann holte renommierte Botaniker ans Joanneum, die wissenschaftliche Strahlkraft seiner Lehranstalt wuchs zusehends. Die Lehrenden richteten den Garten nach ihren Forschungsschwerpunkten aus, die Gärtner sorgten für das Gedeihen der zum Teil auch exotischen Pflanzenvielfalt. Zudem erfreute sich diese „grüne Lunge" bei der Bevölkerung größter Beliebtheit.

Heute undenkbar, beschloss der Landtag 1881 aus unterschiedlichen Gründen, budgetären Engpässen und dem Erweiterungsdruck der Stadt, den Garten zu verwerten. Es wurden die Kalchberggasse, die Kaiserfeldgasse, das Amtshaus, der Neubau des Joanneums, die Landesbibliothek, die Technische Universität in der Rechbauerstraße usw. errichtet. 1904 fielen die letzten Bäume des einstigen Joanneumgartens.

Katharina Kocher-Lichem abschließend: „Ein besonderer Dank gilt den beiden Kuratoren Monika Primas und Markus Kostajnsek, die sich mit großer Begeisterung dem Thema Joanneumgarten gewidmet und dafür außergewöhnliche bibliophile Schätze aus den Beständen der Landesbibliothek ans Licht gebracht haben.”

Die Ausstellung kann bis 30. April 2027 während der Öffnungszeiten der Steiermärkischen Landesbibliothek in der Kalchberggasse 2, 8010 Graz (Joanneumsviertel) bei freiem Eintritt besichtigt werden. Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie  hier

Für Rückfragen steht Katharina Kocher-Lichem unter 0316/877-4601 oder katharina.kocher-lichem@stmk.gv.at gerne zur Verfügung.

Graz, am 22. Mai 2026

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