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Multiplikatoren-Seminar zum Thema "Religiös motivierter Extremismus"

Bei diesem Seminar in Graz stand heute (2. Juni 2026) unter anderem die Vermittlung aktueller Entwicklungen, die Stärkung von Präventionskompetenzen sowie die Erarbeitung konkreter Maßnahmen in der Extremismusprävention auf dem Programm.

Landesrat Stefan Hermann, Landeshauptmann Mario Kunasek, Franz Wolf (Direktor ÖIF) sowie die Landesräte Karlheinz Kornhäusl und Hannes Amesbauer beim Multiplikatoren-Seminar.
Landesrat Stefan Hermann, Landeshauptmann Mario Kunasek, Franz Wolf (Direktor ÖIF) sowie die Landesräte Karlheinz Kornhäusl und Hannes Amesbauer beim Multiplikatoren-Seminar.
© Land Steiermark/Petra Mitteregger Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Lisa Fellhofer (Direktorin der DPI) berichtete in ihrem Impulsvortrag über aktuelle Trends sowie Herausforderungen und praxisnahe Fragestellungen im „Religiös motivierten Extremismus“.
Lisa Fellhofer (Direktorin der DPI) berichtete in ihrem Impulsvortrag über aktuelle Trends sowie Herausforderungen und praxisnahe Fragestellungen im „Religiös motivierten Extremismus“.
© Land Steiermark/Melanie Laimer; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Zahlreiche Vertreter aus Politik, Bildung, Verwaltung, Sicherheitsbereich und Zivilgesellschaft verfolgten gespannt das Seminar.
Zahlreiche Vertreter aus Politik, Bildung, Verwaltung, Sicherheitsbereich und Zivilgesellschaft verfolgten gespannt das Seminar.
© Land Steiermark/Melanie Laimer; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (2. Juni 2026).- Der Österreichische Integrationsfonds lud zu einem Multiplikatoren-Seminar nach Graz. Unter dem Titel „Religiös motivierter Extremismus: Strömungen und Trends“ wurden aktuelle Entwicklungen, neue Radikalisierungsdynamiken und konkrete Herausforderungen für Prävention, Integration und Sicherheitsarbeit behandelt.

Die Veranstaltung richtete sich an ausgewählte Vertreter aus Politik, Bildung, Verwaltung, Sicherheitsbereich und Zivilgesellschaft, die als Multiplikatoren eine zentrale Rolle bei der Wissensvermittlung, Sensibilisierung und Präventionsarbeit in ihren jeweiligen Wirkungsbereichen einnehmen.

Landeshauptmann Mario Kunasek und die Landesräte Karlheinz Kornhäusl, Hannes Amesbauer und Stefan Hermann nutzten die Gelegenheit, sich im Rahmen der Impulsvorträge von Lisa Fellhofer (Direktorin DPI), Amrei Martschinke (DPI), Hamzeh Laila (ÖIF) und Jeremy Stöhs (SICHER LEBEN) über aktuelle Entwicklungen, neue Radikalisierungsdynamiken und praxisrelevante Herausforderungen in diesem sensiblen Themenbereich zu informieren.

Ziel des Seminars war die fundierte Vermittlung aktueller Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich religiös motivierter Extremismus, die Stärkung von Präventionskompetenzen, die Förderung der Vernetzung zentraler Akteure in der Steiermark sowie die Erarbeitung konkreter praxisnaher Maßnahmen zur Stärkung und Weiterentwicklung der Extremismusprävention.

Im Zentrum der Veranstaltung stand insbesondere der Themenbereich, wie religiöser Extremismus zunehmend digitale Räume nutzt. Soziale Medien, algorithmisch verstärkte Inhalte und neue Formen der Online-Ansprache verändern die Art und Weise, wie extremistische Ideologien verbreitet und an junge Menschen herangetragen werden. Dabei geht es nicht um Religion als persönliche Glaubensausübung, sondern um den Missbrauch von Religion für politische, ideologische und extremistische Zwecke.

Aus dem Verfassungsschutzbericht 2025 geht hervor, dass die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) 306 islamistische Tathandlungen verzeichnete. Dies entspricht einem Anstieg um 42,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2024.

„Religiös motivierter Extremismus ist kein Randthema mehr. Der Terroranschlag in Villach hat uns in aller Deutlichkeit gezeigt, dass dieser bereits vor Ort angekommen ist. Die Steiermark steht klar dafür ein, Sicherheit, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt gemeinsam zu denken. Wer dauerhaft in Österreich leben möchte, muss unsere Werteordnung respektieren: Demokratie, Gleichberechtigung, Rechtsstaatlichkeit und den Vorrang unserer Rechtsordnung. Extremismusprävention gelingt nur dann, wenn wir Entwicklungen früh erkennen und gemeinsam handeln“, so Landeshauptmann Mario Kunasek, der sich herzlich bei den Verantwortlichen des Österreichischen Integrationsfonds und der Dokumentationsstelle Politischer Islam für die Organisation dieses wichtigen Seminars bedankte.

Landesrat Karlheinz Kornhäusl betonte: „Religiös motivierter Extremismus bedroht den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere demokratischen Grundwerte. Umso wichtiger ist es, Radikalisierung nicht nur zu bekämpfen, sondern ihr frühzeitig vorzubeugen. Wer jungen Menschen Perspektiven eröffnet, Teilhabe ermöglicht und demokratische Werte vermittelt, stärkt die Widerstandskraft unserer Gesellschaft gegen extremistische Ideologien. Prävention ist deshalb kein Nebenschauplatz, sondern eine zentrale Aufgabe zum Schutz unserer Demokratie.“

Und Landesrat Hannes Amesbauer erklärte: „Der politische Islam kommt heute nicht mehr nur mit Parolen auf der Straße daher. Er gelangt über Algorithmen direkt vom Smartphone in die Welt unserer Kinder und Jugendlichen. Der politische Islam ist keine Glaubensfrage, sondern eine Frage der Sicherheit und Freiheit in unserem Land. Wer unsere freie Gesellschaft ablehnt und Jugendliche gezielt gegen Demokratie, Kultur und Rechtsstaat beeinflusst, darf nicht unter dem Deckmantel von Religion, Lifestyle oder Jugendarbeit verharmlost werden. Deshalb brauchen wir konsequente, bundesgesetzliche Möglichkeiten, um extremistische Vereine, problematische Netzwerke und radikale Online-Imame gezielt unterbinden zu können.“

Rückfragehinweis:

Stefan Haring | Büro LH Kunasek | Mobil: +43 676 8666 5362
Tel. +43 (316) 877 5362 | E-Mail: stefan.haring@stmk.gv.at

Jakob Grill | Büro Landesrat Kornhäusl | Mobil: +43 676 8666 4104
Tel. +43 (316) 877 4104 | E-Mail: jakob.grill@stmk.gv.at

Marco Sterk | Büro Landesrat Amesbauer | Mobil: +43 676 8666 6753
Tel. +43 (316) 877 6753 | E-Mail: marco.sterk@stmk.gv.at

Graz, am 2. Juni 2026

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