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Mehr Blumenwiesen für die Steiermark - Neues Projekt setzt auf heimisches Saatgut

Mit regionalem Wiesensaatgut werden wertvolle Lebensräume langfristig gestärkt

Wilhelm Graiss (Abteilungsleiter Vegetations- und Biodiversitätsmanagement, HBLFA Raumberg-Gumpenstein), Matthias Rode (Geschäftsführer Naturparke Steiermark), Naturschutzlandesrat Hannes Amesbauer, Oliver Gulas-Wöhri (Obmann Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen), Andreas Steinwidder (Stellvertretender Direktor, Leitung Forschung und Innovation, HBLFA Raumberg-Gumpenstein) (v.l.)
Wilhelm Graiss (Abteilungsleiter Vegetations- und Biodiversitätsmanagement, HBLFA Raumberg-Gumpenstein), Matthias Rode (Geschäftsführer Naturparke Steiermark), Naturschutzlandesrat Hannes Amesbauer, Oliver Gulas-Wöhri (Obmann Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen), Andreas Steinwidder (Stellvertretender Direktor, Leitung Forschung und Innovation, HBLFA Raumberg-Gumpenstein) (v.l.)
© Naturparke Steiermark; bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (5. Juni 2026).- Blumenreiche Wiesen mit Margeriten, Glockenblumen, Wiesen-Salbei oder Klee prägen das steirische Landschaftsbild und sind zugleich wertvolle Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge und viele weitere Tierarten. Da artenreiche Wiesen in den vergangenen Jahrzehnten vielerorts seltener geworden sind, startet nun das neue Kooperationsprojekt „Regionales Wiesensaatgut Steiermark“.

Gemeinsam mit Raumberg-Gumpenstein Research & Development und den Naturparken Steiermark soll eine regionale Wiesensaatgutproduktion aufgebaut werden. Ziel ist es, heimisches und an die steirischen Regionen angepasstes Saatgut zu gewinnen, zu vermehren und künftig für neue Blumenwiesen nutzbar zu machen.

Dazu werden in den kommenden Jahren besonders wertvolle Wiesenflächen in allen Regionen der Steiermark erfasst. Von diesen sogenannten Spenderflächen werden Samen heimischer Pflanzen gesammelt und weitervermehrt. Damit sollen neue artenreiche Wiesen entstehen, die nicht nur schön aussehen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Biodiversitätsschutz leisten.

Naturschutzlandesrat Hannes Amesbauer betont die Bedeutung des Projekts: „Mit dem Aufbau einer regionalen Wiesensaatgutproduktion schaffen wir eine wichtige Grundlage für den Schutz und die Wiederherstellung artenreicher Wiesen. Gleichzeitig stärken wir die regionale Wertschöpfung und setzen ein klares Zeichen für den Biodiversitätsschutz in der Steiermark.“

Auch Matthias Rode, Geschäftsführer der Naturparke Steiermark, sieht großes Potenzial: „Das Projekt zeigt, wie erfolgreich die Zusammenarbeit von Naturschutz, Forschung und Landwirtschaft funktionieren kann. Unser Ziel ist es, regionales Wiesensaatgut dauerhaft in der Steiermark zu verankern.“

Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt Raumberg-Gumpenstein Research & Development. Eine zentrale Rolle spielen zudem die sieben steirischen Naturparke, die gemeinsam mit Landwirten, Gemeinden und weiteren Partnern geeignete Flächen auswählen und die regionale Saatgutgewinnung aufbauen.

Das gewonnene Saatgut soll künftig nicht nur für Naturschutzprojekte verwendet werden. Auch Gemeinden, Infrastrukturprojekte und größere Bauvorhaben können davon profitieren, wenn neue Grünflächen oder Blumenwiesen angelegt werden. So soll Schritt für Schritt wieder eine blühende Artenvielfalt in die steirische Landschaft zurückkehren.

Graz, am 5. Juni 2026

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