Graz (11. Juni 2026).- Vom eigenen Garten, über Wälder und Wiesen bis hin zum alpinen Hochgebirge bietet die Steiermark eine vielseitige und beeindruckende Naturlandschaft. Eine Natur- und Artenvielfalt, die es zu schützen und unterstützen gilt. Hierbei leisten neben den steirischen Naturparken zahlreiche Vereine und Organisationen in der Steiermark hervorragende Arbeit. Diese wichtige Tätigkeit wird einerseits von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern getragen und andererseits durch Förderungen des Landes Steiermark unterstützt. In der heutigen (11. Juni 2026) Sitzung der Landesregierung wurden insgesamt 316.580 Euro an vier Fördernehmer diesem Zweck gewidmet.
Basisfinanzierung für die Tätigkeit der Berg- und Naturwacht beschlossen „Die Berg- und Naturwacht ist eine unerlässliche Institution für das Land Steiermark und leistet bemerkenswerte Arbeit für den Schutz der heimischen Natur“, betont Naturschutzlandesrat Hannes Amesbauer. Für die steiermärkische Berg- und Naturwacht wird eine Basisfinanzierung über 205.000 Euro vom Land Steiermark bereitgestellt. Ziel der Organisation ist es, die Bevölkerung für die Notwendigkeit des Schutzes und der Bewahrung der Natur zu sensibilisieren sowie Landes- und Gemeindebehörden bei der Umsetzung naturschutzrechtlicher Vorgaben zu unterstützen. Das Arbeitsprogramm für das Jahr 2026 zeigt eindrucksvoll, dass der Verein diese Aufgaben mit hoher Professionalität und großem Engagement wahrnimmt. Die Förderung durch das Land Steiermark ist daher nicht nur gerechtfertigt, sondern ein wichtiger Beitrag zur Erfüllung gesetzlicher und gesellschaftlicher Zielsetzungen im Natur- und Umweltschutz.
Tierschutz ist Naturschutz: Basisförderung für das Naturschutzzentrum Bruck an der Mur Die Tätigkeit des Vereins konzentriert sich auf die Aufnahme, Pflege, Aufzucht und Auswilderung schutzbedürftiger Eulen, Greifvögel, Wildvögel und Kleinsäuger. Tiere, die aufgrund ihrer Verletzungen oder Beeinträchtigungen nicht mehr in die freie Natur entlassen werden können, werden dauerhaft und artgerecht betreut. Jährlich werden rund 400 Wildtiere aufgenommen, versorgt und gesund gepflegt, wobei ein Großteil erfolgreich wieder ausgewildert werden kann. Darüber hinaus beherbergt die Auffangstation dauerhaft rund 150 nicht mehr auswilderbare Tiere. Neben dieser wichtigen praktischen Naturschutzarbeit fungiert das Naturschutzzentrum auch als zentrale Anlauf-, Auskunfts- und Informationsstelle für Bürger aus der gesamten Steiermark und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und zum Artenschutz.
Naturschutz beginnt im eigenen Garten: Förderung von zwei GAP-Projekten beschlossen Mit dem Naturschutz im eigenen Garten bis hin zu Naturschutzprojekten im größeren Stile beschäftigen sich zwei Projekte in der Steiermark, die vom Land im Rahmen des GAP-Strategieplan (Gemeinsame Agrarpolitik) Österreich 2023 – 2027 kofinanziert werden. Das bereits abgeschlossene Projekt „Vielfalt im Garten“ des Vereins „Naturschwärmer – Verein zur Förderung der Artenvielfalt“ soll den Naturschutz vor die eigene Haustüre bringen und die „Lust auf mehr Natur im Garten“ steigern. Ziel ist ein angenehmerer Lebensraum für Tiere wie auch für Menschen.
Ein zweites Projekt ist der „Biotopverbund“ im Naturpark Zirbitzkobel-Grebenzen, bei dem Kleinprojekte betreffend Lebensraumzerschneidung oder Flächenversiegelung geplant und, soweit möglich, umgesetzt werden.
Die Auszahlung dieser GAP-Projekte erfolgt über die Agrarmarkt Austria (AMA). In Summe wurden die im Strategieplan vorgesehenen Landesmittel in der Höhe von 37.980 Euro für diese beiden Projekte beschlossen.
Rückfragehinweis:
Oliver Brunnhofer | Büro Landesrat Amesbauer | Mobil: +43 676 8666 6746 Tel. +43 (316) 877 6746 | E-Mail: oliver.brunnhofer@stmk.gv.at
Graz, am 11. Juni 2026 |