Verwaltung  Dienststellen  BH's  Kontakt
 
Öffnet neues Fenster: Kommunikation Land Steiermark

Steiermark liegt bei Ausschöpfung der Bundesmittel für die Sprachförderung und den Ausbau des Kinderbetreuungsangebotes im Zeitplan!

Förderungen werden erst nach Umsetzung in Statistik berücksichtigt – bis 2027 folgen weitere Calls.

Graz (7. September 2026).- Aktuelle Medienberichte attestieren der Steiermark Säumnis beim Abholen von Bundesförderungen im Bereich der Elementarpädagogik. Die im Rahmen einer Anfragebeantwortung der Bundesregierung veröffentlichten Zahlen lassen jedoch wesentliche Faktoren außer Acht.

In der aktuellen 15a-Vereinbarung über die Elementarpädagogik stehen für Ausbau und Sprachförderung insgesamt 83,3 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung. Laut Vorgaben des Bundes sind davon mindestens 51 Prozent für den Ausbau und 19 Prozent für die Sprachförderung vorgesehen. Die verbleibenden 30 Prozent können flexibel für beide Bereiche eingesetzt werden.

Bei der Sprachförderung liegt die Steiermark absolut im Plan: Von insgesamt 25,7 Millionen Euro wurden bereits 24,5 Millionen Euro verwendet bzw. reserviert. Damit sind rund 95 Prozent der Mittel ausgeschöpft. Für den Ausbau stehen der Steiermark in der aktuellen Förderperiode 57,6 Millionen Euro zur Verfügung. Davon wurden für konkrete Ausbauprojekte bereits 38,5 Millionen Euro verbraucht bzw. reserviert – das entspricht 67 Prozent der Mittel. Der nächste Ausbau-Call findet von 21. bis 25. September 2026 statt.

Der Grund für die in der Anfragebeantwortung ausgewiesene geringere Abholung: Das Land Steiermark zahlt Förderungen erst nach Umsetzung und Prüfung der Projektendabrechnung aus. Gerade bei baulichen Maßnahmen nimmt die Umsetzung naturgemäß Zeit in Anspruch. Die veröffentlichten Zahlen bilden daher nicht ab, in welchem Ausmaß Fördermittel bereits für konkrete Projekte gebunden bzw. reserviert sind.

„Hier wird eine Momentaufnahme so dargestellt, als würde die Steiermark auf Fördermittel verzichten. Das ist schlicht falsch“, so Bildungslandesrat Stefan Hermann. „Die Steiermark hat sich bewusst dafür entschieden, Förderungen erst nach Umsetzung und Kontrolle der Maßnahmen auszuzahlen. Damit stellen wir sicher, dass die Mittel tatsächlich für die vorgesehenen Projekte eingesetzt werden.“

Die Entscheidung über zusätzliche Betreuungsplätze und konkrete Ausbauprojekte liegt letztlich bei den Gemeinden. Das Land hat die Rahmenbedingungen zuletzt deutlich verbessert und Erleichterungen für die Gemeinden geschaffen, indem die Fördersummen für den Ausbau von Kinderkrippenplätzen und alterserweiterten Gruppen erhöht wurden. „Daher sind wir zuversichtlich, dass auch die noch verfügbaren Mittel weitgehend abgeholt werden. Die Förderperiode läuft noch bis 2027 und weitere Calls folgen“, erklärt Hermann. „Die aktuellen Zahlen zeigen: Die Steiermark ist beim Ausbau auf Kurs und bei der Sprachförderung bereits bei rund 95 Prozent. Wir sind daher positiv gestimmt, dass die verfügbaren Mittel im weiteren Verlauf der Förderperiode entsprechend genutzt werden“, so Hermann abschließend.

Rückfragehinweis:

Julia Koszednar | Büro Landesrat Hermann | Mobil: +43 676 8666 6718
Tel. +43 (316) 877 6718 | E-Mail: julia.koszednar@stmk.gv.at

Graz, am 7. September 2026

Amt der Steiermärkischen Landesregierung, 8011 Graz Burgring - Impressum  Datenschutz
System: icomedias