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Neues Jüdisches Kulturzentrum in Graz feierlich eröffnet

Landeshauptmann Kunasek: „Jüdisches Leben soll sichtbar und selbstverständlich sein“

LR Karlheinz Kornhäusl, Alt-LH Christopher Drexler, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Elie Rosen, LH Mario Kunasek, Bgm. Elke Kahr, LR Hannes Amesbauer
LR Karlheinz Kornhäusl, Alt-LH Christopher Drexler, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Elie Rosen, LH Mario Kunasek, Bgm. Elke Kahr, LR Hannes Amesbauer
© Petra Mitteregger
LH Mario Kunasek (r.) und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Elie Rosen
LH Mario Kunasek (r.) und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Elie Rosen
© Petra Mitteregger

Graz (10. September 2026).- Ein neuer Ort der Begegnung, der Kultur und des Dialogs wurde am Donnerstag (10.9.2026) in Graz eröffnet: Das neue Jüdische Kulturzentrum am David-Herzog-Platz soll jüdisches Leben in der steirischen Landeshauptstadt sichtbar machen und Raum für kulturellen Austausch schaffen. Landeshauptmann Mario Kunasek eröffnete das nach dem gebürtigen Grazer Musiker Milton Weber benannte Kulturzentrum gemeinsam mit mit dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde für Salzburg, Steiermark und Kärnten, Elie Rosen, Landesrat Karlheinz Kornhäusl – in Vertretung von LH-Stv. Manuela Khom –, Landesrat Hannes Amesbauer, Bürgermeisterin Elke Kahr und Alt-LH Christopher Drexler.

Nach jahrelangen Planungen hatte die Steiermärkische Landesregierung im August 2025 die Finanzierung des Umbaus mit 1,25 Millionen Euro beschlossen. Die Stadt Graz unterstützt das Projekt mit rund 660.000 Euro. Insgesamt wurden rund 1,9 Millionen Euro in das neue Kulturzentrum investiert.

Landeshauptmann Mario Kunasek betonte bei der Eröffnung die Bedeutung eines sichtbaren und lebendigen jüdischen Lebens in der Steiermark: „Jüdisches Leben soll in unserem Land nicht nur sicher sein. Es soll sichtbar und selbstverständlich sein – und es soll seinen Platz mitten in unserer Gesellschaft haben.” Das neue Kulturzentrum sei dafür weit mehr als ein Gebäude: „Es ist ein Ort der Begegnung, der Zuversicht und ein sichtbares Zeichen dafür, dass jüdisches Leben in Graz nicht nur Geschichte ist, sondern Gegenwart und Zukunft.”

Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl: „Mit dem neuen Jüdischen Kulturzentrum bekommt Graz einen Ort, an dem jüdische Kultur und jüdisches Leben sichtbar und erlebbar werden. Besonders wichtig ist mir, dass dieses Haus nicht nur an die Geschichte erinnert, sondern Raum für Kunst, Begegnung und Austausch in der Gegenwart schafft. Dass das Kulturzentrum den Namen des Grazer Musikers Milton Weber trägt, verbindet diese Gegenwart zugleich mit einem Teil der jüdischen Geschichte unserer Stadt. Ich freue mich, dass wir als Land Steiermark einen Beitrag dazu leisten konnten, diesen besonderen Ort zu verwirklichen.”

Das Kulturzentrum trägt den Namen des 1910 in Graz geborenen Geigers, Dirigenten und Musikpädagogen Milton Franklin Weber. Weber musste nach dem „Anschluss” Österreichs 1938 über Italien in die USA emigrieren, wo er seine musikalische und akademische Laufbahn fortsetzte.

Im Rahmen der Eröffnung wurde auch die Fotoausstellung des Künstlers Ouriel Morgensztern präsentiert. Sie gibt Einblicke in jüdisches Leben und unterstreicht damit den Anspruch des neuen Hauses, nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern vor allem ein lebendiger Raum für Kultur, Begegnung und Austausch zu sein.

Landeshauptmann Kunasek dankte insbesondere dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde für Salzburg, Steiermark und Kärnten, Elie Rosen, für dessen langjährigen Einsatz und seine Beharrlichkeit bei der Umsetzung des Projekts. Rosen war erst Ende August für eine weitere Legislaturperiode in seinem Amt bestätigt worden.

„Mit der Eröffnung dieses Kulturzentrums setzen wir ein klares Zeichen: Jüdisches Leben hat seinen festen Platz in Graz, in unserer Gesellschaft”, so Kunasek.

Graz, am 10. September 2026

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