Graz (19. Oktober 2026).- In der Steiermark sind in den letzten 20 Jahren (2006-2025) 1.568 Personen bei 1.468 Verkehrsunfällen tödlich verunglückt. Davon sind auf Landesstraßen (B und L) im Freiland 860 Personen bei 799 Unfällen und auf Eisenbahnkreuzungen 57 Personen ums Leben gekommen.
„Da an fünf Stellen beispielsweise aufgrund baulicher Veränderungen keine Aufstellung mehr möglich oder sinnvoll ist, weicht die Anzahl der Kreuze von der Statistik ab. Von den Kollegen des Straßenerhaltungsdienstes wurden in den letzten Tagen steiermarkweit 912 weiße Kreuze aufgestellt. Sie markieren an Freilandstraßen und Eisenbahnkreuzungen jene Unfallorte, wo Verkehrsteilnehmer ihr Leben verloren haben. Die Aktion bringt das Thema Verkehrssicherheit dorthin, wo Unfälle passieren, nämlich auf die Straßen selbst. Sie ruft ins Bewusstsein, dass hier jemand gestorben ist und dass sich das nicht wiederholen soll. Indem wir die Unfallstellen der letzten 20 Jahre sichtbar machen, wollen wir das Bewusstsein stärken, dass Unachtsamkeit, Ablenkung oder nichtangepasste Geschwindigkeit tragisch enden können. Und natürlich auch der Unfallopfer gedenken”, betont Verkehrslandesrätin Claudia Holzer.
Zahlen und Fakten:
- Gab es 2006 noch 59 Verkehrstote auf Landesstraßen im Freiland, so waren es im letzten Jahr 38, was einem Rückgang von rund 36 Prozent entspricht.
- 55 Prozent aller Verkehrstoten in der Steiermark entfielen in den letzten 20 Jahren auf Landesstraßen im Freiland.
- 51 Prozent der Getöteten waren Pkw-Insassen, 27 Prozent Motorradfahrer, 9 Prozent Fußgänger, 6 Prozent Fahrradfahrer (inkl. E-Scooter und E-Bike), 3 Prozent Mopedfahrer, 3 Prozent Lkw-Insassen und 1 Prozent Sonstige.
- 75 Prozent der Getöteten verunfallten auf trockener Fahrbahn, 61 Prozent bei Tageslicht.
- 78 Prozent der Getöteten waren Männer.
- Bei den Unfallursachen 2023-2025 liegen Unachtsamkeit/Ablenkung mit 31 Prozent und nicht angepasste Geschwindigkeit mit 28 Prozent vorne.
- Bei den 18- bis 22-Jährigen war und ist die Zahl der Getöteten in Relation am höchsten. Die Statistik weist jedoch auch aus, dass von den 121 Todesfällen der letzten 20 Jahre sich fast zwei Drittel von 2006-2015 ereigneten, dieser Trend also klar rückläufig ist.
Maria Knauer-Lukas, Verkehrssicherheitsexpertin in der Abteilung 16 (Verkehr und Landeshochbau): „Mit unseren Kurzvideos begleiten wir die Aktion ,Weiße Kreuze‘ auch auf Social Media. Mit einfühlsamen Bildern und starken Botschaften wollen wir die Menschen erreichen, zum Nachdenken anregen und das Bewusstsein für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr stärken.”
Klicken Sie hier für Video 1.
Klicken Sie hier für Video 2.
Graz, am 19. Oktober 2026 |