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Staubniederschlag in Leoben: Feinstaub-Grenzwerte werden eingehalten

Bezirkshauptmannschaft Leoben beauftragte Gutachten des Referates Luftreinhaltung des Landes Steiermark. Keine Grenzwertverletzungen bei Feinstaub, keine erhöhte Schwermetallbelastung. Sofortmaßnahmen und Ursachenforschung bei Grobstaub sind jedoch notwendig.

Graz/Leoben (6. November 2026).- Nach Bürgerbeschwerden und Medienberichten über schwarz-glänzenden Staub und Schmutzbelastung im Leobener Stadtteil Donawitz hat die Bezirkshauptmannschaft Leoben ein Gutachten zur Luftgüte bzw. zur Staubbelastung im Raum Leoben in Auftrag gegeben. Nunmehr liegt das Ergebnis der Untersuchung („eine luftreinhaltetechnische Stellungnahme“) durch das Referat Luftreinhaltung der Abteilung 15 des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung vor.

Zusammengefasst kommen die Experten zu folgendem Ergebnis:
Die Belastung mit Feinstaub, der gesundheitlich als besonders problematisch zu betrachten ist, liegt im Umfeld der voestalpine stets unterhalb der Grenzwerte – zum Teil sogar deutlich. So werden darüber hinaus auch jene strengeren Vorgaben, die ab 2030 einzuhalten sein werden, bereits jetzt unterschritten. Zudem werden auch die Grenzwerte der Schwermetall-Konzentration wie Blei und Kadmium im Staubniederschlag jeweils klar eingehalten. Laut der Untersuchung werden bei den besonders kritischen Schadstoffen die jeweiligen Vorgaben durchwegs erfüllt. Es besteht demnach keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.

Anders verhält es sich hingegen bei Belastungen mit gröberen Staubpartikeln, so genanntem Staubniederschlag. Hier kommt es an mehreren Messpunkten in Leoben-Donawitz wiederholt bzw. fortwährend zu Überschreitungen. Weiters musste an drei Messstellen im Nahbereich des Unternehmens eine signifikante Zunahme der Werte festgestellt werden. Bei jenem Messpunkt mit den stärksten Belastungen mussten auch in den jüngsten Messperioden weiterhin erhöhte Wert festgestellt werden, die allerdings niedriger lagen als zwischen März und Juli 2026.

Hinsichtlich der Ursache der Staubbelastung werden in dem Gutachten die extreme Trockenheit der vergangenen Monate und damit verbundene Staubaufwirbelungen durch Schwerverkehr genannt. Auch Schüttvorgänge und anderer Transport werden als mögliche Quellen genannt. Daher wird eine intensivere Reinigung der Verkehrswege als eine Sofortmaßnahme dringend angeraten. Die Verkehrswege sollten von Nasskehrmaschinen gereinigt werden.

Darüber hinaus sei es aber erforderlich, dass das Unternehmen Maßnahmen setzt, um den konkreten Emissionsort der Staubpartikel festzustellen. Hierfür wird dem Unternehmen empfohlen, seine Produktionsdaten von Anlagenbereichen mit den Belastungen an Staubniederschlag abzugleichen und auf diese Weise Zusammenhänge ausfindig zu machen.

Insgesamt kommt die Behörde zur Ansicht, dass die Grundbelastung der Luft mit Staub hoch ist und weitere Maßnahmen gesetzt werden müssen.

Leobens Bezirkshauptmann Markus Kraxner bedankt sich für die rasche Erstellung des Gutachtens. „Wir befinden uns in einem konstruktiven Austausch mit dem betroffenen Unternehmen. Auf Basis der Untersuchungen können nun weitere Schritte gesetzt werden, um die Ursache der Staubbelastung festzustellen. Ziel muss es sein, dass künftig alle Grenzwerte eingehalten werden.“

Rückfragehinweis:

Für Rückfragen steht Bezirkshauptmann Markus Kraxner unter (03842) 45571 oder per markus.kraxner@stmk.gv.at zur Verfügung.

Graz/Leoben am 6. November 2026

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