Land Steiermark sichert Personal in den Bereichen Sozialwesen, Gewaltschutz und Pflege ab
Landesregierung mit Soziallandesrat Hannes Amesbauer und Landesrat für Pflege Karlheinz Kornhäusl präsentiert Lösung
Graz (20.3.2026).- Trotz schwerster budgetärer Rahmenbedingungen gelang es der steirischen Landesregierung mit Soziallandesrat Hannes Amesbauer und Landesrat für Pflege Karlheinz Kornhäusl, die seitens der Sozialwirtschaft mit den Gewerkschaften ausverhandelten Lohnerhöhungen für das Jahr 2026 in nahezu vollem Umfang zu berücksichtigen. Die entsprechenden Verordnungen gehen nun zur Einbindung von Städte- und Gemeindebund in Begutachtung, danach kann es für Mitarbeiter in Sozial-, Gewaltschutz- und Pflegeeinrichtungen mehr Gehalt zur Abfederung der Teuerung geben.
Nachdem die Sozialpartner der Sozialwirtschaft Ende Jänner 2026 einen Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen herbeiführten, wurden die Ergebnisse dem Land Steiermark, das selbst kein Verhandlungspartner ist, vorgelegt. Im Wesentlichen forderten die Vertreter im Bereich der Pflege und Soziales die Anpassung der Gehälter ab April 2026 um 2,6 Prozent sowie die Anpassung der Sachkostenanteile ab Jänner 2026.
Zehntausende engagierte und hart arbeitende Steirer sind im Sozial- und Pflegewesen tätig, gleichzeitig sind auch viele tausende Steirer auf Hilfe und Unterstützung in diesen Bereichen angewiesen. Nach umfangreichen, aber stets konstruktiven Verhandlungen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Pflege- und Soziallandschaft, Beratungen innerhalb der Landesregierung und unter Maßgabe der budgetären Rahmenbedingungen, die in den letzten Jahrzehnten gerade bei den diesjährigen Valorisierungen mitunter zu den schwierigsten zählen, gelang es den zuständigen Landesräten für Pflege Karlheinz Kornhäusl sowie für Soziales Hannes Amesbauer (Behindertenwesen, Kinder- und Jugendhilfe und Gewaltschutz) die nahezu vollständige Berücksichtigung der Teuerung sicherzustellen. Das Land Steiermark und die Gemeinden werden im heurigen Jahr, sofern nach der Begutachtung durch den Städte- und Gemeindebund nichts dagegenspricht, für die stationäre Pflege zumindest 16,1 Millionen Euro und im Bereich des Sozialressorts und aller damit in diesem Zusammenhang stehenden, zu valorisierenden Leistungen 16,5 Millionen Euro mehr zur Verfügung stellen als 2025. Damit soll für die Mitarbeiter und auch die Einrichtungen selbst eine stabile wirtschaftliche Basis ermöglicht und die hohe Qualität der Betreuung in der Steiermark erhalten werden. Konkret sollen die Personalkosten in vollem Umfang und somit in der Höhe von 2,6 Prozent, der Jahres-VPI 2025 im Ausmaß von 3,6 Prozent sowie der Baukostenindex von 0,89 Prozent ab April 2026 berücksichtigt werden. Der Bereich des Gewaltschutzes wird vollumfänglich valorisiert.
Soziallandesrat Hannes Amesbauer: „Es ist allgemein bekannt, in welcher schwierigen budgetären Situation wir das Land Steiermark vorgefunden haben, als wir in die Regierung eingetreten sind. Deshalb bin ich äußerst froh, dass es – trotz des absolut notwendigen Konsolidierungskurses und ohne der Begutachtung vorgreifen zu wollen – zu einer nahezu vollständigen Valorisierung im Behindertenwesen und in der Kinder- und Jugendhilfe sowie zu einer vollumfänglichen Erhöhung beim Gewaltschutz kommen wird. In den Einrichtungen des Sozialwesens wird extrem wichtige Arbeit für unsere auf Hilfe angewiesenen Steirer geleistet, weshalb wir zur Unterstützung der vielen engagierten Mitarbeiter verpflichtet sind. Sie leisten hervorragende Arbeit und sind ein wichtiger Teil unserer sozialen Gemeinschaft in der Steiermark. Mit diesem Ergebnis ist es uns mit unserem Koalitionspartner sicherlich gelungen, einmal mehr zu unterstreichen, dass diese Landesregierung trotz Sparkurses im Sinne unserer steirischen Landsleute an ihrem sozialen Gewissen festhält. Gleichzeitig arbeiten wir weiterhin konsequent an Reformen im Sozialwesen, um die Kosten für Gemeinden und Städte zu senken oder zumindest einzugrenzen.”
Landesrat für Pflege Karlheinz Kornhäusl: „Die demografische Entwicklung und die gesellschaftlichen Veränderungen stellen unseren solidarisch organisierten Pflegebereich vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, jetzt die richtigen Schritte zu setzen. Ich bin froh, dass wir mit der Valorisierung einen weiteren Beitrag zur stabilen Weiterentwicklung der Pflege in der Steiermark leisten können. Gleichzeitig muss uns klar sein: Wenn wir die Pflege für alle jene, die sie brauchen, auch in Zukunft absichern wollen, braucht es vorausschauende Entscheidungen. Deshalb werden wir in den kommenden Monaten mit dem Masterplan Pflege konsequent an zukunftsorientierten Lösungen arbeiten – für die Pflegebedürftigen, ihre Angehörigen und die Pflegekräfte. Unser Anspruch ist es, die Steiermark als verlässliches Zukunftsland weiterzuentwickeln – mit einer Pflegepolitik, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt.”
Brigitte Schafarik, Geschäftsführerin Volkshilfe und Sprecherin Bündnis Pflege: „Der demographische Wandel, steigende Kosten und gleichzeitig knapper werdende Budgets sind eine große Herausforderung für die Regierung, aber vor allem auch für die Träger von Pflegeeinrichtungen. Wir brauchen Maßnahmen, die zukunftsfit sind und die eine würdevolle Betreuung von Menschen in Pflegeheimen langfristig sicherstellen. Deshalb begrüßt das Bündnis den Masterplan Pflege und ist sehr zuversichtlich, dass im gemeinsamen Ringen um gute Lösungen eine zukunftsfähige Pflege möglich wird. Wir bedanken uns ausdrücklich für die respektvolle und konstruktive Gestaltung des Verhandlungsprozesses auf Augenhöhe. Die erzielte Lösung zur Valorisierung der Tagsätze für Pflegeheime in der Steiermark ist ein wichtiger Beitrag zur sozialen Sicherheit in unserem Land.”
Thomas Driessen, Vorsitzender der Sozialwirtschaft Steiermark: „Die Begleitung, Unterstützung und Pflege von Menschen mit Behinderungen sind ein unverzichtbarer Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land. Die Betriebe der Sozialwirtschaft widmen sich dieser Aufgabe Tag für Tag – mit großem Einsatz und hoher Professionalität. Landesrat Magister Amesbauer hat uns heute mitgeteilt, dass das Land Steiermark unseren Betrieben trotz der angespannten Budgetlage auch heuer die Kostensteigerungen durch Inflation und Kollektivvertrag abgelten wird. Wir sehen dies als Anerkennung unserer Leistungen und auch als Auftrag, uns weiter für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu engagieren. Im Namen aller in der Sozialwirtschaft Beschäftigten bedanke ich mich bei Landesrat Hannes Amesbauer für diese Entscheidung.”
Rückfragehinweis:
Oliver Brunnhofer | Büro Landesrat Amesbauer | Mobil: +43 676 8666 6746
Tel. +43 (316) 877 6746 | E-Mail: oliver.brunnhofer@stmk.gv.at
Graz, am 20. März 2026
Kommunikation Land Steiermark-Aussendungen unter E-Mail: kommunikation@stmk.gv.at
zur Verfügung.

