Goldene Ehrenzeichen an neun Persönlichkeiten überreicht
Landeshauptmann Mario Kunasek zeichnete verdiente Steirerin und Steirer aus.










Graz (4. Mai 2026).- Im festlichen Rahmen der Aula der Alten Universität überreichte Landeshauptmann Mario Kunasek gemeinsam mit Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom heute (4. Mai 2026) an verdiente Steirerinnen und Steirer Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark. Der Landeshauptmann betonte in seiner Festrede die unterschiedlichen Lebenswege der ausgezeichneten Persönlichkeiten, „die aber eines vereint: ihre Verdienste um unser Bundesland. Das Land Steiermark ist stolz auf sie und ihre Leistungen. Sie haben durch ihren Einsatz einen großen Beitrag für unser Bundesland und zur positiven Entwicklung unserer Gesellschaft geleistet.“
Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom führte aus: „Mit der Verleihung von Ehrenzeichen heben wir jene Personen hervor, die sich mit ihren Leistungen besonders verdient um die Steiermark gemacht haben. Mit ihrem Fleiß, ihrem Engagement und ganz viel Herzblut haben sie die Steiermark nachhaltig geprägt. Sie stehen stellvertretend für die vielen Menschen, die Verantwortung übernehmen und zum Zusammenhalt sowie der positiven Entwicklung in der Steiermark beitragen. Herzliche Gratulation zu dieser Auszeichnung, die ein in sichtbares Zeichen der Wertschätzung und des Dankes unseres Landes sein soll.“
Auch zahlreiche Familienmitglieder, Wegbegleiter und Ehrengäste – darunter Bischof Wilhelm Krautwaschl, Landtagspräsident in Ruhe Franz Majcen, der Landtagsabgeordnete Markus Konrad, Leobens Bürgermeister Kurt Wallner, Landesamtsdirektor-Stv. Wolfgang Wlattnig, Bezirkshauptmann Andreas Weitlaner sowie der Grazer Gemeinderat Peter Piffl-Percevic – zollten bei der feierlichen Übergabe der Goldenen Ehrenzeichen den Geehrten ihren Respekt. In seiner Dankesrede führte Siegmund Schnabl, früherer Bezirkspolizeikommandant Liezens aus, „dass diese Auszeichnung nicht nur die Anerkennung der persönlichen Leistung, sondern auch Ausdruck der Wertschätzung für Familie und Freunde. Unser Dank gilt dem Land Steiermark, diese Ehrung erfüllt uns mit großem Stolz“.
Mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark wurden ausgezeichnet:
- Alois Doppelhofer war viele Jahre lang Gemeinderat, Vizebürgermeister und Bürgermeister der Marktgemeinde St. Lorenzen im Mürztal. Die Spuren seiner Tätigkeit sind an vielen Stellen in seiner Heimatgemeinde zu erkennen: die moderne Kinderkrippe, der erweiterte Kindergarten, die sanierte Volksschule, der Generationenpark – ein Ort der Begegnung. Als Visionär im Bereich der Energie hat er die Gemeinde mit LED-Technik und Photovoltaik modernisiert.
- Michael Fattinger aus Gratkorn hat mit Herzblut und Hartnäckigkeit ein Industriedenkmal, das Sensenwerk Deutschfeistritz, aus dem Dornröschenschlaf geholt, einen Kulturverein gegründet und damit ein lebendes Museum geschaffen. Der Absolvent der Universität für Bodenkultur hat darüber hinaus als Obstbauer mit seinem Biobetrieb und angeschlossener Mostschenke Maßstäbe gesetzt.
- Werner Gugganigs Lebensweg ist eng mit Erde und Holz verbunden. Über vier Jahrzehnte war der gelernte Forstfacharbeiter, der in Stadl an der Mur lebt, in der Fürstlich Schwarzenbergschen Familienstiftung tätig. Sein Engagement im Betriebsrat war geprägt von einem tiefen Verständnis von Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Sein so erlangter Ruf, Handschlagqualität und Fachwissen führten ihn auch in die Vollversammlung der Steiermärkischen Landarbeiterkammer.
- Robert Friedrich Hausmann aus Gleisdorf ist Historiker mit Leib und Seele. Eng mit der Steiermark verbunden, hat er sich schon in seiner Dissertation mit der wirtschaftlichen Entwicklung seiner Heimatregion beschäftigt. Beeindruckend ist sein Engagement als versierter Reisebegleiter des Historischen Vereines für Steiermark, im Museumsverein Gleisdorf und als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates. Er ist ein Brückenbauer zwischen den Zeiten und den Menschen.
- Günter Klug, Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin aus Graz, hat die Landkarte der Sozialpsychiatrie in der Steiermark federführend mitgestaltet und die Gesellschaft zur Förderung seelischer Gesundheit von Anfang an zu einer Organisation geformt, die Tausenden Betroffenen Halt bietet. Das Netzwerk bringt moderne Beratung und Therapie direkt zu den Menschen. Klug ist wissenschaftlich aktiv, Präsident u.a. von pro mente Austria und Initiator von Projekten wie „Erste Hilfe für die Seele“.
- Walter Nerath aus Graz ist Jurist mit Herz und ein Mentor für Generationen von Gemeindepolitikerinnen und -politikern. Mehr als drei Jahrzehnte lang stand er als Direktor an der Spitze des SPÖ-Landtagsklubs und hat in zahllosen Seminaren politisches Grundwissen vermittelt. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für korrekte und sichere Wahlen. Seine Fachbücher zur Gemeinde- und Bauordnung sind Standardwerke.
- Siegmund Schnabl, wohnhaft in Trofaiach, durchlief im Exekutivdienst viele Stationen bis zum Chef des Bezirkspolizeikommandos Liezen. Er hat seine Funktionen immer mit Umsicht und Weitblick ausgeübt, alle Kolleginnen und Kollegen mit Respekt und Wertschätzung behandelt. Ein Herzstück war die Leitung des Alpindienstes, den er mit großem Engagement weiterentwickelt hat. Sein persönlicher Einsatz war stets vorbildlich – er hat dafür gesorgt, dass Hilfe auch dort ankommt, wo das Gelände unwegsam ist.
- Agnes Truger aus Graz ist ein Mensch, dessen Horizont nicht an der eigenen Haustür endet, sondern die ihr Herz weit für jene öffnet, die im Schatten der Gesellschaft stehen: In ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit für das Welthaus der Diözese Graz-Seckau hat sie Zeichen gesetzt, Dialog gefördert und Lebensperspektiven aufgestoßen. Ihr Wirken in der Ukraine beweist ihr unglaubliches soziales Engagement – wie auch die Arbeit im Katholischen Bildungswerk, der Vinzenzgemeinschaft und in der Katholischen Aktion.
- Karl Vetter von der Lilie, wohnhaft in Wien, hat als Diplomat die Steiermark und Österreich in der Welt vertreten, war Türöffner für die heimische Wirtschaft und stand mit Rat und Tat hinter vielen Hilfsinitiativen. Mit dem Erwerb der Ruine Burg Neuhaus über der Feistritz in Stubenberg hat er ein regionales Wahrzeichen zu neuem Leben erweckt und eines der markantesten Baudenkmäler der Oststeiermark bewahrt. Sein Engagement als Vorsitzender der „Steirischen Schlösserstraße“ war die konsequente Fortsetzung dieses Weges.
Im Anschluss an die musikalisch umrahmte Feier und das Abspielen der Landeshymne waren die Ausgezeichneten und ihre Begleiter zu einem Empfang und zu einem entspannten Austausch geladen.
Rückfragehinweis:
Stefan Haring | Büro LH Kunasek | Mobil: +43 676 8666 5362
Tel. +43 (316) 877 5362 | E-Mail: stefan.haring@stmk.gv.at
Graz, 4. Mai 2026
Martin Link unter Tel.: +43 (316) 877-2825, bzw. Mobil: +43 (676) 86662825 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: martin.link@stmk.gv.at zur Verfügung.
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