Meilenstein für den Radverkehr: Spatenstich für die smarte Verbindung im Südwesten von Graz
Land Steiermark und die Gemeinden Premstätten, Haselsdorf-Tobelbad und Lieboch investieren in Sicherheit und eine technologische Premiere
Graz (13. Mai 2026).- Es ist ein Projekt mit Vorzeigecharakter für das ganze Land: Mit dem offiziellen Spatenstich am heutigen Mittwoch, dem 13. Mai 2026, fiel der Startschuss für eine neue, sichere Radverkehrsachse im Südwesten von Graz. Entlang der L376 entsteht bis November eine 2,4 Kilometer lange, baulich getrennte Geh- und Radwegverbindung zwischen Premstätten, Haselsdorf-Tobelbad und Lieboch. Besonderheit des Projekts ist eine technologische Premiere: Erstmals kommt dabei auf einem Landes-Geh- und Radweg in der Steiermark eine intelligente, situative Beleuchtung zum Einsatz.
Mehr Sicherheit für den Alltagsradverkehr
Bisher galt die L376 aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der fehlenden Infrastruktur als problematische Strecke für Radfahrerinnen und Radfahrer. Mit dem neuen, baulich getrennten Geh- und Radweg wird diese Lücke nun geschlossen. Die neue Verbindung verbessert insbesondere die sichere Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen, Haltestellen und Nachbargemeinden im Südwesten von Graz. Neben der verbesserten Verkehrssicherheit setzt das Projekt aber auch technologisch neue Maßstäbe.
„Bis voraussichtlich Ende November realisieren wir einen knapp 2,4 Kilometer langen Geh- und Radweg, der die Verkehrssicherheit entlang der L376 deutlich verbessert”, betont Verkehrslandesrätin Claudia Holzer anlässlich des heutigen Spatenstiches. Rund vier Millionen Euro fließen in den Ausbau, wobei die Gemeinden Premstätten, Haselsdorf-Tobelbad und Lieboch rund 1,25 Millionen Euro beisteuern. „Es ist ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität und gelebte Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Mit Projekten wie diesem setzen wir unsere regionale Radverkehrsstrategie konsequent um und schaffen sichere, attraktive Verbindungen für den Alltagsradverkehr”, so Holzer.
Die „Steiermark-Premiere”: Ein Lichtband, das mitwandert
Das absolute Highlight des Projekts ist die innovative, intelligente Lichtsteuerung, die auf Initiative von Premstätten-Bürgermeister Matthias Pokorn realisiert wird – ein Novum auf einem Landes-Geh- und Radweg in unserem Bundesland.
Statt einer dauerhaften Beleuchtung nutzt das System smarte Radar-Sensoren eines Grazer Unternehmens. „Damit ist uns eine echte Premiere gelungen”, freut sich Pokorn. „Das Licht begleitet die Menschen aktiv. Es wird nur dann aktiviert, wenn es wirklich gebraucht wird”. Das System erkennt Fußgänger sowie Radfahrer und schaltet jeweils eine Gruppe von drei Leuchten ein, die den Menschen entlang des Weges folgen.
Diese Lösung vereint zwei zentrale Anliegen: „Wir garantieren volle Sichtbarkeit für die Verkehrsteilnehmer, reduzieren aber gleichzeitig die Betriebskosten und schonen die Umwelt”, so der Bürgermeister über eines seiner Herzensprojekte, das nach jahrelanger Planung nun umgesetzt wird.
Drei Gemeinden, eine sichere Verbindung
Für den Liebocher Bürgermeister Stefan Helmreich ist das Projekt ein entscheidender Impuls für die regionale Infrastruktur: „Diese Verbindung schafft eine sichere und direkte Route zu den zahlreichen Arbeitsplätzen im Südwesten von Graz. Es ist ein gelebtes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit zum Wohle der Pendlerinnen und Pendler.”
Diesen Schulterschluss der Nachbargemeinden unterstreicht auch Hubert Holzapfel, Bürgermeister von Haselsdorf-Tobelbad. Er sieht im Lückenschluss vor allem einen Gewinn an Lebensqualität: „Der neue Geh- und Radweg ist ein Zeichen dafür, dass Fortschritt auch leise, gesund und umweltfreundlich sein kann. Er wertet unsere Region als Lebensraum massiv auf und bietet endlich die nötige Sicherheit für alle Generationen.”
Infrastrukturpaket bis Ende November
Hinter der technischen Umsetzung steht die Baubezirksleitung Steirischer Zentralraum. Neben dem Geh- und Radweg entstehen auch zwei neue Brücken sowie umfangreiche Leitungsnetze für Glasfaser, Strom und Abwasser.
„Unser Ziel ist eine zügige und qualitativ hochwertige Umsetzung dieses Infrastrukturpakets”, erklärt Rainer Kienreich, Leiter der Baubezirksleitung Steirischer Zentralraum. „Durch die Bündelung von Radwegbau, Brückenerrichtung und Leitungsausbau nutzen wir wichtige Synergien. Für die Umsetzung bis Ende November ist eine angepasste Verkehrsführung erforderlich. Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für diese notwendigen Maßnahmen, die uns einen raschen und reibungslosen Bauablauf ermöglichen.”
Während der Bauzeit wird die L376 abschnittsweise als Einbahnstraße in Fahrtrichtung Premstätten geführt. Der Verkehr Richtung Lieboch wird über die Autobahn beziehungsweise die B70 umgeleitet.
FACTSHEET
Technische Details & Projektdaten
- Gesamtlänge: 2,4 Kilometer entlang der L376 Premstättenerstraße
- Breite: 3 Meter plus Sicherheitsstreifen und Bankette
- Investition: rund 4 Millionen Euro
- Gemeindeanteil: rund 1,25 Millionen Euro
Bauwerke
- Neubau einer Brücke über den Gepringbach (12 m)
- Neubau einer Brücke über den Doblbach (12 m)
- Errichtung von zwei neuen barrierefreien Bushaltestellen
- Querungshilfen
Begleitmaßnahmen
- Neue Hochdruckkanalleitung zur Entlastung des bestehenden Systems
- Ausbau von Glasfaser- und Stromleitungen
- Sanierung der Tobelbaderstraße im Grenzgebiet
Verkehrsführung während der Bauzeit
- Einbahnregelung der L376 in Fahrtrichtung Premstätten
- Umleitung Richtung Lieboch über die Autobahn bzw. die B70
Geplante Fertigstellung
- Ende November 2026
LED-Radwegeleuchten
- Situative Beleuchtung mittels smarter Radar-Sensoren
- 53 LED-Leuchten auf sechs Meter hohen Masten
- Drahtlose Vernetzung der Lichtpunkte
- Die Lichtfelder folgen dynamisch Fußgängern und Radfahrern
- Reduktion von Energieverbrauch und unnötigen Lichtemissionen
Graz, am 13. Mai 2026
Thomas Bauer unter Tel.: +43 (316) 877-5854, bzw. Mobil: +43 (676) 86665854 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: thomas.bauer@stmk.gv.at zur Verfügung.
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