Land Steiermark bedauert vorzeitiges Aus der AUA-Flüge auf der Strecke Graz – Wien
Internationale Anbindung wird ausgebaut
Graz (4. August 2026).- Wie Austrian Airlines bekanntgegeben hat, wird die Lufthansa-Tochter die Verbindung Graz – Wien aus wirtschaftlichen Gründen mit 24. Oktober 2026 vorzeitig einstellen. Die steirische Landesspitze bedauert diesen Schritt. Die Landeshauptstadt Graz und der Wirtschaftsstandort Steiermark werden dennoch über andere Drehkreuze verstärkt an das weltweite Luftverkehrsnetz angebunden.
„Ich bedaure die vorzeitige Einstellung der Flugverbindung Graz – Wien mit 24. Oktober. Ursprünglich hätte diese Verbindung bis zur Inbetriebnahme des Semmering-Basistunnels aufrechterhalten werden sollen. Die mangelnde Auslastung dieser Flugverbindung ist neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wohl auch auf die hohe Flugabgabe von 30 Euro für Kurzstrecken zurückzuführen. Das sind rund 20 Prozent des durchschnittlichen Ticketpreises. Diese Situation zeigt aber auch, wie wichtig unsere Forderung nach der Koralmbahn-Haltestelle am Flughafen Graz ist. Alles was den Flughafen Graz attraktiver macht, stärkt auch den Standort Steiermark. Erfreulich ist, dass die AUA die gestrichene Flugverbindung durch verstärkte Anbindungen an andere internationale Drehkreuze wie Frankfurt, Zürich und München kompensieren wird. Ich werde mit den Stakeholdern des Flughafens Graz weitere Gespräche über dessen zukünftige Ausrichtung führen“, sagt Landeshauptmann Mario Kunasek.
„Die Einstellung der Flugverbindung zwischen Graz und Wien ist ein herber Rückschlag. Gerade in einer Zeit, in der wir um Investitionen, Arbeitsplätze und internationale Wettbewerbsfähigkeit kämpfen, ist der Verlust einer solchen Verbindung das falsche Signal. Leistungsfähige Verkehrsanbindungen sind für ein international vernetztes Bundesland ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Umso wichtiger ist es jetzt, den Flughafen Graz langfristig zu sichern. Mit dem Wegfall der Flugverbindung gewinnt die Flughafen-Haltestelle der Koralmbahn zusätzlich an Bedeutung – und mit der Fertigstellung des Semmering-Basistunnels wird sie endgültig zu einem entscheidenden Standortfaktor. Denn die Steiermark wird damit noch stärker an die wichtigsten Wirtschafts- und Verkehrsachsen Österreichs angebunden. Die Zukunft der Mobilität darf nicht am Flughafen Graz vorbeifahren. Jetzt braucht es keine weiteren ministeriellen Ausweichmanöver, sondern ein klares Bekenntnis des Verkehrsministers zur Umsetzung der Flughafen-Haltestelle. Ich bin überzeugt: Der Flughafen Graz hat das Potenzial, sich als Alpen-Adria-Flughafen zu etablieren und weit über die Steiermark hinaus an Bedeutung zu gewinnen. Dafür braucht es eine moderne Anbindung an das überregionale Schienen- und Straßennetz“, so Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom.
Trotz des Wegfalls der Wien-Verbindung gibt es für den Flughafen Graz eine Kompensation: Die Lufthansa Group erweitert ihr Angebot auf den wichtigsten internationalen Drehkreuzverbindungen und stärkt damit die weltweite Anbindung der Steiermark.
Ab November 2026 wird das Flugangebot ausgebaut:
Graz – Frankfurt: rund 25 Prozent mehr Sitzplätze durch den verstärkten Einsatz von Airbus A319/A320.
Graz – München: rund 10 Prozent mehr Kapazität.
Graz – Zürich: Ausbau von fünf auf sieben Flüge pro Woche.
Die bessere Anbindung an die Hubs Frankfurt, München und Zürich schafft zusätzliche Verbindungen zu internationalen Destinationen und ist ein wichtiger Impuls für Wirtschaft, Export und Tourismus in der Steiermark.
Graz, am 4. August 2026
Anna Schwaiberger unter Tel.: +43 (316) 877-5528, bzw. Mobil: +43 (676) 86665528 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: anna.schwaiberger@stmk.gv.at zur Verfügung.
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