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Die Grimmingbrücke wird Österreichs Rekordhalter

LH-Stv. Anton Lang auf der Baustelle in Trautenfels. © Land Steiermark
LH-Stv. Anton Lang auf der Baustelle in Trautenfels.
© Land Steiermark
Im Bereich "Ennsling" starten nun die Planungen. © A16
Im Bereich "Ennsling" starten nun die Planungen.
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Die Grimmingbrücke, das zentrale Bauwerk der neuen Kreuzung Trautenfels an der B 320, Ennstalstraße, nimmt immer mehr Gestalt an. „Es ist schon sehr beeindruckend, wie weit die Arbeiten bereits fortgeschritten sind. Bereits im September wird das gesamte Objekt stehen, womit dann exakt 3.456 Kubikmeter Beton und 652 Tonnen Stahl verbaut sein werden. Mit einer Länge von 135 Meter wird sie dann auch die längste, sogenannte integrale Brücke Österreichs sein", strahlt Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang anlässlich eines heutigen Baustellenbesuchs.

Die neue Grimmingbrücke wurde also als sogenanntes integrales Bauwerk geplant. Das bedeutet, dass auf Lager und herkömmliche Fahrbahnübergangskonstruktionen verzichtet wird, da die Verformungen des Bauwerks durch spezielle UHPFRC („Ultra High Performance Fiber Reinforced Concrete") -Platten an den Brückenenden im Abstand von 135m aufgenommen werden.

Projektleiter Johannes Köberl von der A16, Verkehr und Landeshochbau: „Der Begriff UHPFRC steht für ein mit speziellen Fasern verstärkter ultrahochfester Beton, der bei einer Bauteildicke von nur wenigen Zentimetern die Verformungen der Brücke so aufnehmen kann, dass die Straße keinen Schaden nimmt. Denn Stahlbeton verändert seine Ausdehnung in Abhängigkeit zur Temperatur. Dabei sind bei herkömmlichen Brücken Bewegungen von mehreren Zentimetern möglich, die durch spezielle Fahrbahnübergangskonstruktionen aufgenommen werden und in Betrieb und Erhaltung wartungs- und kostenintensiv sind."

Die Anwendung von UHPFRC als Brückenübergangskonstruktion wurde vom Institut für Betonbau der TU-Graz, der ÖBB sowie der Abteilung 16 entwickelt. Neben dem ersten Anwendungsprojekt bei einer Brücke über die Bahn in Fehring wird die Technologie nun erstmals bei einem Objekt in der Größenordnung der Grimmingbrücke eingesetzt.

Ebenfalls bereits fleißig gearbeitet wird am darunterliegenden Verteilerkreis. „Durch den Umbau wird die Kreuzungssituation der B 320 mit der B 75 (Glattjochstraße) und der B 145 (Salzkammergutstraße) dauerhaft und nachhaltig verkehrstechnisch gelöst. So wie es derzeit aussieht, sollte das lang ersehnte Verkehrsprojekt im Sommer nächsten Jahres komplett umgesetzt sein", hofft Liezens BBL-Chef Rainer Kienreich.

Landesregierung beschloss Planung für Maßnahme „Ennsling"

Die Grimmingbrücke in Trautenfels nimmt also immer mehr Gestalt an, ab September wird der Lückenschluss des Begleitweges in Tipschern realisiert. Sukzessive werden die geplanten 14 Maßnahmen an der B 320, Ennstalstraße, „abgearbeitet".

„In der letzten Regierungssitzung vor der Sommerpause wurden 220.000 Euro für die Planung von Maßnahme 3, für die `Trassenabrückung Ennsling mit Errichtung von Begleitwegen‘ in Haus im Ennstal genehmigt. Verlaufen die notwendigen Verfahren ohne gröberen Probleme, sollte das derzeit geschätzte 3-Millionen-Euro-Projekt noch Ende nächsten Jahres gestartet werden können", berichtet Lang.

An der Talstation Hauser-Kaibling befindet sich die bestehende niveaufreie Anschlussstelle der B 320, die mit Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren ausgestattet ist und eine Anbindung zum untergeordneten Straßennetz der Marktgemeinde Haus im Ennstal mit Anschluss zum Parkplatz der Talstation besitzt. In Richtung Westen zum Ortszentrum ist die Begleitstraße bereits vorhanden. Ferner ist eine Begleitstraße, die sich südlich der B 320 befindet und in östlicher Richtung führt, bis zum McDonalds bzw. dem Ennslingweg im Bestand gegeben.

„Ab diesem Einmündungspunkt bis zum Ortsteil Ruperting fehlt die Begleitstraße in Richtung Osten. Hier sind die AnrainerInnen gezwungen, die B 320 zu benutzen und ihre Liegenschaften zum Teil über direkte Zufahrten an der Ennstalstraße zu erreichen. Dies führt bei dem bestehenden hohen Verkehrsaufkommen von im Schnitt 12.000 Kfz täglich und der derzeit bestehenden 80 km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung mitunter zu gefährlichen Verkehrssituationen, wobei auch bereits tödliche Unfälle zu beklagen waren", so Projektleiter Thomas Waidgasser von der A16, Verkehr und Landeshochbau.

Um diese Begleitstraße bauen zu können, muss im Bereich der B 320 eine Abrückung der Trasse auf einer Länge von 1.000 m (km 25,600 bis km 26,600) in Richtung Norden erfolgen. Die Trassenabrückung ist aufgrund der Parallelführung der Begleitstraße vom „Siedlungsraum Ruperting" über den Siedlungsbereich „Ennsling" bis zur bestehenden Begleitstraße am Parkplatz der Talstation Hauser-Kaibling baulich erforderlich, um einerseits die Begleitstraße und andererseits die notwendigen Lärmschutzmaßnahmen realisieren zu können.

Die bestehende Anschlussstelle an der Talstation „Hauser Kaibling" (eine vierarmige Kreuzung) wird durch einen Kreisverkehr ersetzt. Die Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren werden dem Stand der Technik angepasst. Zudem ist bei km 26,1 eine Gehwegunterführung unter der B 320 mit Errichtung einer Bushaltestelle im Bereich der Begleitstraße geplant. Voraussichtlich erforderlich sind ein straßenrechtliches, wasserrechtliches, naturschutzrechtliches und ein straßenpolizeiliches Verfahren.

16. Juli 2020

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