Jetzt spricht die Jugend

Das Europatagsfest des Landes Steiermark für Schulen

Das Europatagfest - dieses Jahr im virtuellen Raum © facebook/Kaija Kunwald
Das Europatagfest - dieses Jahr im virtuellen Raum© facebook/Kaija Kunwald

Graz (07.05.2021). Jungen Menschen Gehör schaffen, sie bei der Zukunft Europas miteinbeziehen, gemeinsame Lösungen finden. Das waren die Intentionen des Europatagsfest des Landes Steiermark, das dieses Jahr Corona bedingt virtuell über die Bühne ging.

Um was ging es?

Moderiert von Oliver Zeisberger präsentierten Schüler*innen aus der Steiermark ihre Positionen zu den sechs Schwerpunktthemen der Europäischen Kommission. Die sechs wichtigsten Punkte, die von den Teilnehmenden mittels online Befragung ausgewählt wurden, fanden Einzug in ein abschließendes Positionspapier.

Die Veranstaltung zeichnete sich durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm aus, in dem die Zuschauer*innen aktiv zum Mitdenken und Mitmachen durch online Abstimmungen motiviert wurden. Landesrat Christopher Drexler und der stellvertretende Leiter der Kommission in Österreich, Wolfgang Bogensberger, nahmen ebenfalls Teil und rundeten die Präsentationen mit ihrer jeweiligen Stellungnahme ab. So entstand ein bereichernder Dialog zwischen Schüler*innen auf der einen und politischen Entscheidungsträger*innen auf der anderen Seite.

Von Fußball und anderen Träumen

Aber noch mal zurück zum Beginn der Veranstaltung: die startete nämlich mit einem ganz besonderen Gast, der Fußballspielerin Viktoria Schnaderbeck. Fußball mag vielleicht nicht jedermanns beziehungsweise jederfraus Sache sein, muss es auch nicht, um Frau Schnaderbecks Vortrag folgen zu können. Hier ging es um ganz wesentliche Dinge: um große Träume und Ziele, um Niederlagen und die Kraft wieder aufzustehen. Wer Berühmtheiten wie Viktoria Schnaderbeck sieht, hat meistens deren Erfolge vor Augen, weniger den Weg, der dahintersteht. Genau diesen schildert die Fußballerin in ihrem Vortrag, berichtet von sehr schweren Zeiten und Krisen, Einsamkeit und Vorurteilen, die ihr als Frau in einer männerdominierten Sportdomäne laufend begegneten. Ihre zentralen Messages: groß träumen, hinfallen und wieder aufstehen. Und nicht zu Letzt: die Chancen zu nutzen, die man als Bürger*in der EU besitzt, so wie sie es tat, als sie von Österreich nach London zog. Ein Schritt, der ihr Leben veränderte. 

Was die Jugend zu sagen hat

Zurück zu dem eigentlichen Kern der Veranstaltung - eineinhalb Stunden lang präsentierten Schüler*innen ihre Positionen zu folgenden Themenschwerpunkten:

  • Fake News versus Meinungsfreiheit
  • Künstliche Intelligenz
  • Junge Menschen bewegen
  • Wirtschaft neu denken
  • Europa, ein neues Lebensgefühl
  • No Planet B

Fünf Vorschläge pro Thema wurden vorgebracht und anschließend mit Christopher Drexler und Wolfgang Bogensberger diskutiert. Die Ideen waren vielfältig, reichten von einem stärkeren Vorgehen gegen sogenannte „filter bubbles" im Internet, hin zu der Forderung menschliches Wohlbefinden vor wirtschaftlichen Profit zu stellen, bis zu dem Vorschlag, den 9. Mai (Europatag) zu einem gesetzlichen Feiertag zu ernennen. Den Abschluss bildete das Positionspapier, in dem jene Punkte aufgelistet wurden, die von den Zuschauer*innen als besonders essentiell erachtet wurden.

Fazit

Die Jugend ist die Zukunft. Das gilt für die jeweiligen Nationalstaaten, das gilt aber auch für die Europäische Union. Was sie zu sagen hat, sollte uns alle etwas angehen. Dementsprechend leistete das Europatagsfest einen wichtigen und bereichernden Beitrag, um jungen Menschen Gehör zu schaffen. Das abschließende Positionspapier zeigt, dass es auf alle Fälle wert ist, ihnen zuzuhören.

Kaija Kunwald

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