„Was wir im Land bisher aus der Pandemie gelernt haben“

„Kick-off-Workshop“ zum Thema Corona-Bewältigung im Rahmen des EU-Projektes SOLICO

Corona-Informationen von Expertinnen und Experten des Landes Steiermark im Rahmen eines EU-Projektes in Graz (von links): Markus Pekoll, Heidi Zikulnig, Herbert Hüttenbrenner, Sandra Kocuvan, Helmut-Theobald Müller und Stefan Börger. © Bild: Land Steiermark; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
Corona-Informationen von Expertinnen und Experten des Landes Steiermark im Rahmen eines EU-Projektes in Graz (von links): Markus Pekoll, Heidi Zikulnig, Herbert Hüttenbrenner, Sandra Kocuvan, Helmut-Theobald Müller und Stefan Börger.© Bild: Land Steiermark; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (21. September 2021).- Geballte Informationen von Expertinnen und Experten des Landes Steiermark zum Thema „Welche Erfahrungen haben wir aus Covid-19 gesammelt, was haben wir daraus gelernt?“ gab es heute (21.9.2021) beim „Kick-off-Workshop“ des EU-Projektes SOLICO („SOLIdarity - learning from the Corona pandemic“) im Europäischen Fremdsprachenzentrum am Grazer Nikolaiplatz. Daran teilgenommen haben auch viele Gäste aus den Westbalkan-Ländern.

„Die größte Herausforderung für uns war von Anfang an, die Menschen in der Steiermark schnellstmöglich optimal zu informieren und für die gesetzten Maßnahmen zu gewinnen“, resümierte der Gesundheitssprecher der steirischen Bezirkshauptleute, Helmut-Theobald Müller, in seinem Impulsreferat „Frühwarnsystem und Vorsorge – Erfahrungen und Erkenntnisse nach 20 Monaten Corona in der Steiermark“. Dabei skizzierte der Deutschlandsberger Bezirkshauptmann die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die in der ersten Welle (März bis Mitte Mai 2020) und vor allem in der zweiten Welle im Herbst 2020 zu bewältigen waren.

In der Steiermark wurde ab Herbst 2020 auf eine bezirksübergreifende Zusammenarbeit und ein eigenes, selbstentwickeltes EDV-System (mit dem Namen „ELEFANT“) gesetzt, über das in einem weiteren Impulsreferat Herbert Hüttenbrenner (A1 Organisation und Informationstechnik) informierte.

„Corona-Koordinator“ Müller zog vor allem folgende Erkenntnisse und Schlüsse aus 20 Monaten Pandemie: „Wir brauchen einen europaweit einheitlichen Rechtsrahmen zur Vollziehung der epidemiologischen Vorgaben, wir brauchen möglichst einheitliche EDV-Lösungen, wir brauchen klar verständliche Vorgaben beim Datenschutz, wir brauchen eine durchgängige Lösung bei der Kostenträger-Problematik, wir brauchen die Harmonisierung der Statistiken und wir brauchen vor allem eine transparente Öffentlichkeitsarbeit – das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger ist die wichtigste Währung in diesen schwierigen Zeiten!“

Dort knüpfte auch die für die Corona-Öffentlichkeitsarbeit in der Gesundheitsabteilung des Landes zuständige Heidi Zikulnig an. Sie berichtete von enormen Herausforderungen, aber auch erfreulichen Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung. Etwas, das auch Herbert Hüttenbrenner in seinen Ausführungen bestätigte: „Es gab auf allen Ebenen riesige Auswirkungen durch die Digitalisierung – und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind durch ihren Corona-Einsatz im Landesdienst digital dienstfähiger geworden!“

In weiteren Referaten berichteten Sandra Kocuvan (Kultur Steiermark International), Markus Pekoll (Sport Steiermark) und Sigrun Zwanzger (Welthaus Graz) über die Auswirkungen der Corona-Lockdowns in den Bereichen Kultur, Sport und Entwicklungszusammenarbeit.

Europa-Referatsleiter Stefan Börger wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass im Rahmen des EU-Projektes SOLICO bis Ende April 2023 zahlreiche Workshops stattfinden werden. An diesem Projekt sind neben dem Land Steiermark als Lead-Partner insgesamt weitere zehn Regionen bzw. Organisationen aus neun Staaten beteiligt. Es ist das erste und bislang einzige Projekt im Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“, an dem alle Nachfolgestaaten des früheren Jugoslawien teilnehmen.

Graz, am 21. September 2021

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