Versorgungssicherungspaket unterstützt steirische Bauern

LH Hermann Schützenhöfer und LR Christopher Drexler trafen Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig in Graz.

LR Christopher Drexler, Minister Norbert Totschnig und LH Hermann Schützenhöfer (v.l.) trafen sich zum Sechs-Augen-Gespräch in Graz.
LR Christopher Drexler, Minister Norbert Totschnig und LH Hermann Schützenhöfer (v.l.) trafen sich zum Sechs-Augen-Gespräch in Graz.© Land Steiermark/Robert Binder; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei
LR Christopher Drexler, Minister Norbert Totschnig und LH Hermann Schützenhöfer (v.l.) im Landhaushof in Graz.
LR Christopher Drexler, Minister Norbert Totschnig und LH Hermann Schützenhöfer (v.l.) im Landhaushof in Graz.© Land Steiermark/Robert Binder; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (24. Juni 2022).- In einem Sechs-Augen-Gespräch in Graz hat sich Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig mit dem amtierenden Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Europalandesrat Christopher Drexler heute Mittag (24.06.2022) in Graz zur aktuellen Situation der steirischen Landwirtschaft ausgetauscht. Das von Landwirtschaftsminister Totschnig geschnürte Versorgungssicherungspaket wurde als wichtige Unterstützung für die steirischen Bäuerinnen und Bauern – und damit für die Lebensmittelversorgungssicherheit – hervorgehoben.

Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig:
„Die Lebensmittelversorgungssicherheit der Österreicherinnen und Österreicher hat für mich oberste Priorität! Das geht nur mit unseren Bäuerinnen und Bauern. Denn sie sind es, die täglich das Essen auf unsere Teller bringen – auch in Krisenzeiten. Doch die gestiegenen Betriebsmittel- und Futtermittelkosten setzen sie zunehmend unter Druck. Darum hab ich ein 110 Millionen Euro Versorgungssicherungs-Paket geschnürt. Rund 17 Millionen Euro davon werden zur Unterstützung an steirische bäuerliche Betriebe gehen, damit sie weiter produzieren und die Menschen mit regionalen Lebensmitteln versorgen können.“

„Konkret unterstützen wir die steirischen Bäuerinnen und Bauern mit einem Versorgungssicherungsbeitrag. Alle, die einen Mehrfachantrag für 2022 gestellt haben, erhalten – auf Basis der beantragten beihilfefähigen Flächen und Großvieheinheiten – diesen Beitrag automatisch Ende des Jahres über die AMA ausgezahlt. Das sind in der Steiermark zirka 21.000 bäuerliche Betriebe, die wir so direkt unterstützen.“

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer:
„Die gestiegenen Kosten treffen alle Lebensbereiche – so auch die Landwirtschaft und damit die Versorgung mit Lebensmitteln. Umso wichtiger ist die Unterstützung unserer Bäuerinnen und Bauern, um die Versorgungssicherheit auch weiterhin sicherzustellen. Mit dem Paket der Bundesregierung werden auch die landwirtschaftlichen Betriebe sicher durch diese Krise gebracht.“

Europalandesrat Christopher Drexler:
„Die Krisen der letzten Monate haben uns noch stärker aufgezeigt, wie wichtig die Versorgung mit heimischen, regionalen Lebensmitteln ist. Wir sind stolz auf die steirischen Bäuerinnen und Bauern, denn sie stellen nicht nur Lebensmittel in höchster Qualität her, sondern sorgen auch für regionale Wertschöpfung mit kurzen Transportwegen. Das Unterstützungspaket der Bundesregierung für die Versorgungssicherheit ist ein wichtiger Beitrag für unsere heimische Landwirtschaft!“

Zahlen zur Steirischen Landwirtschaft:

  • Zirka 21.000 steirische Betriebe haben einen Mehrfachantrag auf EU-Beihilfen gestellt.
  • Aus dem Versorgungssicherungs-Paket werden rund 17 Millionen Euro an steirische bäuerliche Betriebe gehen.
  • Die steirische Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zu Österreichs Lebensmittelversorgungssicherheit: Auf die Steiermark entfallen rund 14 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche und 19 Prozent der Tierhaltung in ganz Österreich.
  • 25 Prozent Bio-Fläche in der Steiermark. 

Versorgungssicherungs-Paket:
Das mit 110 Millionen Euro dotierte Unterstützungspaket wird als Versorgungssicherungsbeitrag an die heimischen Bäuerinnen und Bauern ausgezahlt. Dieser Versorgungssicherungsbeitrag bemisst sich aus einer flächenbezogenen und einer tierbezogenen Komponente:

⇒ Der tierbezogene Beitrag bemisst sich auf 14 Euro je Großvieheinheit

⇒ Der flächenbezogene Beitrag variiert je nach Flächennutzung:

  • 29,3 Euro pro Hektar Ackerfläche
    – Zuschlag von 22,6 Euro pro Hektar Hackfrüchte, Feldgemüse, Gemüse im Freiland, Gartenbaukulturen, Blumen und Zierpflanzen im Freiland, Erdbeeren
    – Zuschlag von 16,8 Euro pro Hektar Feldfutterbau
  • 82,5 Euro pro Hektar Dauerkulturen (z.B. Obst, Wein)
  • 38,6 Euro pro Hektar Mähwiese, -weide mit mindestens zwei Nutzungen
  • 16,2 Euro pro Hektar einmähdige Wiesen und Kulturweiden
  • 5,1 Euro pro Hektar Almen, Bergmähder, Hutweiden, Streuwiesen, Grünlandbrache

Abwicklung:

  • Abwickelnde Stelle ist die AMA.
  • Um den Versorgungssicherungsbeitrag zu erhalten, müssen Bäuerinnen und Bauern aber NICHT erneut ihre Flächen und Großvieheinheiten angeben. Der Versorgungssicherungsbeitrag wird stattdessen anhand des eingereichten Mehrfachantrags für das Jahr 2022 berechnet, in dem die beihilfefähigen Flächen und Großvieheinheiten bereits erfasst sind.
  • Die Antragstellung erfolgt also in Form eines automatisierten Antrages, so bleibt der Verwaltungsaufwand für Bäuerinnen und Bauern gering.
  • Alle Betriebe, die Flächen in Österreich oder Großvieheinheiten in der Tierliste/Rinderdatenbank gemeldet haben, erhalten eine Zahlung (unabhängig von der Betriebsart).
  • Förderfähig sind alle Betriebe, die innerhalb der Meldefrist bis inkl. 09.06.2022 einen Mehrfachantrag abgegeben haben.
  • Die erforderlichen Kontrollen sind mit den bestehenden Kontrollen der AMA abgedeckt und es sind keine zusätzlichen Kontrollen bzw. Auswahlgründe nötig.
  • Die Auszahlung des Versorgungssicherungsbeitrages an die Landwirtinnen und Landwirte wird Ende 2022 erfolgen.

Graz, am 24. Juni 2022

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