Neue Überwachungszentrale Steiermark in Hausmannstätten geht in Betrieb

80.000 „Chancen“ auf einen Alarm.

Landesbaudirektor Andreas Tropper, LH-Stv. Anton Lang, STED-Leiter Franz Zenz und Projektleiter Christian Schantl (v.l.) in der neuen Überwachungszentrale in Hausmannstätten.
Landesbaudirektor Andreas Tropper, LH-Stv. Anton Lang, STED-Leiter Franz Zenz und Projektleiter Christian Schantl (v.l.) in der neuen Überwachungszentrale in Hausmannstätten.© Land Steiermark/Resch; Verwendung bei Quellenangabe honorarfrei

Graz/Hausmannstätten (18. Juli 2022).- Mit dem „Himmelreichtunnel" auf der B 73 (Kirchbacher Straße) wurden 2012 die Straßenmeisterei Graz-Süd und die Tunnelwarte Hausmannstätten eröffnet. Nun wird die Tunnelwarte Liezen aufgelassen und in Hausmannstätten die neue Überwachungszentrale Steiermark in Betrieb genommen. „Mit der neuen Überwachungszentrale Steiermark starten wir ein Zukunftsprojekt. Ob die 21 Tunnelanlagen, nun neu Ampeln oder Pumpstationen – alles wird rund um die Uhr 365 Tage von jeweils zwei Kollegen im Schichtbetrieb auf rund 48 Bildschirmen hinsichtlich Geisterfahrer, Unfällen oder eben technischer Probleme überwacht. Derzeit laufen in etwa 80.000 Funktionen und Datenpunkte in der Zentrale zusammen, also 80.000 ,Chancen‘ auf einen Alarm. Das modulare System ist stets erweiterbar und wir können flexibler auf neue Herausforderungen reagieren. Diese rund eine Million Euro in die Um- beziehungsweise Aufrüstung ist bestens investiert, denn damit heben wir unseren Straßenerhaltungsdienst technisch auf neue Standards“, sagt Verkehrsreferent und Landeshauptmann-Stv. Anton Lang.

Andreas Tropper, Landesbaudirektor und Leiter der Abteilung 16 (Verkehr und Landeshochbau), bringt weitere Aspekte ins Spiel: „Über ein Monitoring können wir quasi auf Knopfdruck zum Beispiel den Energieverbrauch der verschiedensten Anlagen und Komponenten abrufen, Vergleiche ziehen und damit auch aktiv ein Energiemanagement betreiben. Aufgrund von Meldungen wie Staus oder Unfällen erfolgt auch ein Verkehrsmanagement. Und in Zeiten wie diesen extrem wichtig ist auch, dass jedes System eigenständig arbeitet und wir damit gegen Hackerangriffe besser geschützt sind. Zudem wird ein eigener Netzwerktechniker, der für die IT-Security zuständig sein wird, die Mannschaft verstärken.“

Aber dem nicht genug, wie STED-Chef Franz Zenz erläutert: „Für die lückenlose Überwachung in der ,Kommandozentrale‘ benötigen wir in Summe zehn Kollegen. Bei Neuanstellungen versuchen wir E-Techniker für den Job zu begeistern. Diese können dann auch Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie Instandhaltungsmaßnahmen durchführen. Das macht uns flexibel und spart Geld.“

Projektleiter Christian Schantl wiederum gibt Einblick, was sich täglich so abspielt: „In den Überwachungszentralen Liezen und Hausmannstätten gingen 2021 insgesamt 63.500 Meldungen wie Störungen, Staus oder Auslösen der Höhenkontrolle ein, was täglich 170-mal ,Alarm‘ bedeutet. Also nichts für schwache Nerven.“

Anlagenübersicht (ca. 5.000 km Landesstraßennetz, 26 Straßenmeistereien):

  • 230 Ampelanlagen (110 Stadt Graz, 120 in weiteren steirischen Städten)
  • 59 Wetterkameras (werden ab nächstem Jahr in STEDIS eingebunden)
  • 39 Pumpstationen und Gewässerschutzanlagen
  • 21 Tunnel (Gesamtlänge rund 23 Kilometer)
  • 7 Glatteiswarnanlagen
  • 2 Verkehrsmanagementsysteme (Verkehrsrechner: Landespolizeidirektion Graz und Straßenmeisterei Leoben)
  • 1 Lawinenradar

Graz, am 18. Juli 2022

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