Im Einsatz für uns Verbraucher
Das ist ihr Arbeitsplatz beim Land Steiermark: 24 Lebensmittelaufsichtsorgane der Abteilung 8 sorgen in der gesamten Steiermark für sichere Lebensmittel – von „A“ wie Apotheken bis „Z“ wie Zusatzstoffhersteller. Panther Intern war auf Kontroll-Tour mit „Inspektorin“ Sabine Pucher in einem Handelsgroßmarkt nahe Graz.
Graz (19. Februar 2026).- Frau Inspektorin kommt nicht mit Blaulicht, aber mit voller Ausrüstung: Mobiler Kühlschrank, Messgeräte, Verpackung, Laptop, Schutzkleidung sind zu sehen, als sich Sabine Pucher – offiziell Lebensmittelaufsichtsorgan aus der Abteilung 8 – an diesem Morgen vor einem Großhandelsgroßmarkt zum Einsatz bereit macht. „Heute geht es um Sojaprodukte und ihre gentechnische Veränderung. Wir nehmen im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle, die bis Ende März läuft, Proben“, kündigt die erfahrene Prüferin an. Seit vielen Jahren tourt sie durch die Steiermark, „mehr als 12.000 Dienstkilometer im Jahr“: Von der Produktion über den Handel bis zur Gastronomie reicht die Palette der Einsatzorte, auch Apotheken, Feste und Kirtage gehören dazu – insgesamt fallen 101 Betriebsarten in das Aufgabengebiet.
Kontrolliert wird unangekündigt – daher erfolgt zuerst die Anmeldung in der Marktleitung, dann der Umstieg in die Schutzbekleidung. „Es soll ja alles sauber ablaufen“, streift sich Sabine Pucher einen Schutzmantel an. Mehrere Proben – originalverpackt – werden nach genauer Dokumentation „eingesackelt“. „Es kann aber auch sein, dass wir aus großen Mengen aus so genannten Big Bags Proben ziehen“, schildert Pucher. Die Labor-Kontrolle selbst wird dann von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit durchgeführt.
Einige Meter weiter zückt Sabine Pucher vor einer langen Kühlvitrinen ihre Thermometer, eines davon mit Infrarotsensor. „Kühlung und geschlossene Kühlketten sind zentral für die Qualität bestimmter Lebensmittel“, sagt sie – so zählen Eiswürfelmaschinen zur beliebtesten Lebensumgebung von Keimen & Co. Schnell noch ein geübter Blick auf die Rückseite des Käses – Produktbezeichnung, Mindesthaltbarkeit und Lagerbedingungen – in diesem Fall alles okay.
„Wir sind für Verbraucherinnen und Verbraucher da, aber auch Hersteller, Handel oder Gastronomie können profitieren“, sagt Pucher, als sie gesammelte Proben und Ausrüstung in ihren Pkw packt. Bereit für den nächsten Einsatz. Ohne Blaulicht.
Das Jobprofil der Lebensmittelkontrolle:
- 24 Kontrollorgane sind in der Steiermark im Einsatz. Sie sind in Spezialgebieten aktiv, z. B. Wasser, Listerien, Milch, Fisch, aber auch lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche oder Kinderspielzeug.
- Die Ausbildung dauert ein Jahr. Voraussetzung ist eine Lehrabschluss mit Berufsreifeprüfung, Matura (z. B. HLW) oder Mikrobiologie-Studium.
- Kontrolliert wird risikobasiert, qualitätsgesichert und unangekündigt. Basis sind EU-Verordnungen oder österreichische Gesetze, Verordnungen und Erlässe.
- Häufigste Konsequenz bei Kontrollen ist der Auftrag zur Behebung der Mängel. Bei schwerwiegenden Verstößen kann es auch Anzeigen an die Bezirksverwaltungsbehörden und Betriebsschließungen vor Ort geben.
- Im Fall von beanstandeten Proben kann es im Extremfall zu einem Verbot des Inverkehrbringens beziehungsweise einem Produktrückruf kommen.
Graz, am 19. Februar 2026






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