Tag der offenen Tür in der Grazer Burg: Heute für Schüler, morgen für Bürger
Landeshauptmann Mario Kunasek führt die Gäste persönlich durch seinen Amtssitz.




Graz (29. Mai 2026).- Der Andrang zum Tag der offenen Tür in der Grazer Burg war größer als die Kapazitäten: Am Freitag (29. Mai 2026) folgten mehr als 200 Schülerinnen und Schüler der Einladung von Landeshauptmann Mario Kunasek, sie persönlich durch die historischen Räumlichkeiten zu führen. Morgen, Samstag, folgen 360 Bürger, die die Innenansicht des Amtssitzes des steirischen Landeshauptmannes erkunden wollen.
„Ich freue mich sehr über dieses großes Interesse. Wir veranstalten zum ersten Mal seit meinem Amtsantritt einen Tag der offenen Tür. Vom Regierungssitzungszimmer bis zu meinem Büro öffnen wir die historischen Räumlichkeiten, die sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Grazer Burg ist nicht nur ein Ort mit großer Geschichte, sondern auch ein lebendiger Arbeitsplatz, an dem täglich wichtige Entscheidungen für unser Bundesland getroffen werden“, betont Landeshauptmann Mario Kunasek, der sich auch über Fragen aus den Reihen interessierter Schüler freute.
Den Anfang des Besuchsreigens machte Freitagfrüh eine Klasse aus der musikalischen Volksschule Ferdinandeum aus Graz, die dem Landeshauptmann ein Gastgeschenk in Form eines Liedes mitgebracht hat. Nach dem Besuch im Büro folgte ein Rundgang in der Burg, einschließlich des Regierungssitzungszimmers und der Repräsentationsräume wie dem Weißen Saal.
Im Rahmen der insgesamt elf am Samstag angebotenen Führungen sind auch
- original archäologische Fundstücke, die im Zuge der aktuell laufenden Revitalisierung der Grazer Burg gefunden wurden,
- das Faksimile der Georgenberger Handfeste, eine Urkunde aus dem Jahr 1186, die die Unteilbarkeit der Herzogtümer Österreich und Steiermark sicherstellen sollte
- sowie der Herzogshut, das historische Hoheitszeichen am steirischen Wappen seit mehr als 600 Jahren, in digitaler Form
zu sehen.
Die Grazer Burg ist seit 1922 Sitz des steirischen Landesspitze. Zudem ist die Burg ständiger Tagungsort der Landesregierung.
Regierungsgebäude seit 588 Jahren
Der Gebäudekomplex wurde ab 1438 durch Herzog Friedrich V., den späteren römisch-deutschen Kaiser Friedrich III., gebaut und war in dieser Zeit auch kaiserliche Residenz. Ab 1564 war Graz die Hauptstadt der habsburgischen Länder, die als Innerösterreich zusammengefasst waren (Steiermark, Kärnten, Krain, Küstenland) und von der Grazer Burg aus regiert wurden. Nachdem Erzherzog Ferdinand II. im Jahr 1619 zum Kaiser gekrönt wurde und nach Wien zog, verlor die Burg ihre Funktion als Sitz des Landesfürsten.
In den folgenden Jahrhunderten kam es mehrmals zu Renovierungsarbeiten, die aber nur Teile der Bausubstanz umfassten. Im 19. Jahrhundert galt ein Teil der Burg als baufällig, trotz Protesten wurden Mitte des Jahrhunderts Teile der Gebäude abgebrochen. Derzeit laufen die Arbeiten für ein großangelegtes Revitalisierungsprojekt, durch das bis zum Ende des Jahrzehnts bisher nicht genutzte, historisch wertvolle Bereiche der Grazer Burg für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.
Graz, am 29. Mai 2026
Martin Link unter Tel.: +43 (316) 877-2825, bzw. Mobil: +43 (676) 86662825 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: martin.link@stmk.gv.at zur Verfügung.
A-8011 Graz - Hofgasse 16 - Datenschutz

