VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark an Neudau für die Neugestaltung des Ortszentrums
Auch Stadtwerke Leoben, Liezen und Triagonal GmbH wurden ausgezeichnet

Graz (26. August 2026).- Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark 2026 geht an die Marktgemeinde Neudau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld für die barrierefreie und klimafitte Umgestaltung des Ortszentrums. Zudem wurden drei weitere vorbildliche Projekte von VCÖ, Landesrätin Claudia Holzer und ÖBB ausgezeichnet.
Die Verkehrsbetriebe der Stadtwerke Leoben für ihr multimodales Mobilitätsangebot, die Stadtgemeinde Liezen für die großflächige Umsetzung von Tempo 30 und das Grazer Ingenieursbüro Triagonal für ein umfassendes Projekt, damit Mikro-ÖV und Sharingangebote auch für Menschen mit Behinderung selbstständig benutzt werden können.
„Nachhaltig.innovativ.effizient“ war das Motto des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises Steiermark. „Wenn wir die Effizienz im Verkehrssystem erhöhen, dann reduzieren wir die Staus auf den Straßen, den Spritverbrauch und damit die Spritkosten und verbessern die Luftqualität und die Umweltbilanz der Mobilität. Mit innovativen Ansätzen können wir das erreichen und die Mobilität der Bevölkerung nachhaltig verbessern, wie auch die vier Projekte zeigen, die wir heute beim VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark auszeichnen“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.
Landesrätin Claudia Holzer: „Auch bei der 22. Auflage des VCÖ-Mobilitätspreises Steiermark hat die ‚grüne Mark‘ eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welch’ innovative Kraft gerade im Mobilitätsbereich in ihr steckt. Zum heurigen Motto ‚Nachhaltig.innovativ.effizient‘ gab es exakt 53 Einreichungen, für die ich mich herzlich bedanke. Ich gratuliere dem heurigen Gewinner, der Marktgemeinde Neudau, aber natürlich auch den weiteren drei Preisträgern zu ihren Projekten, bei denen auch die Verkehrssicherheit eine massive Rolle spielt. Und ich bin fest davon überzeugt, dass bei der Verleihung des VCÖ-Mobilitätspreises Österreich am 17. September in Wien die Steiermark erneut ein gewichtiges Wort mitreden wird – schließlich sind wir ja mit der ‚Regionalbus-Anschlusssicherung‘ des Verkehrsverbundes Titelverteidiger.“
„Die Vielfalt der eingereichten und besonders der prämierten Projekte beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis zeigt, wie wichtig nachhaltiges Handeln in den unterschiedlichsten Bereichen ist und dass wir weiterhin zusammen über den Tellerrand hinausblicken sollten, um gemeinsam für die Steirerinnen und Steirer Fortschritte, wie in diesen Projekten, zu erzielen. Dazu möchte ich allen diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich gratulieren“, betont ÖBB-Regionalmanager Peter Wallis.
VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark für neues Ortszentrum der Marktgemeinde Neudau
Die 1.500-Seelen-Gemeinde Neudau im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld hat die Ortsdurchfahrt und den Hauptplatz neugestaltet. Die neuen, vom Kfz-Verkehr getrennten Geh- und Radwege sind mit den Straßen in den Siedlungsgebieten und den Schulstandorten vernetzt. Damit wird die Verkehrssicherheit für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad mobil sind, erhöht, insbesondere für Kinder und ältere Menschen. Zudem wurde der Dorfplatz fast zur Gänze entsiegelt. Insgesamt wurden zusätzlich 110 Stauden und Sträucher sowie 73 Bäume im Schwammstadtprinzip gepflanzt. Dabei wird im Wurzelraum zusätzlicher Platz zum Speichern von Regenwasser geschaffen. Bei Starkregen wird das Kanalsystem entlastet, Überschwemmungen von Straßen können verhindert werden, gleichzeitig wird mehr Wasser gespeichert, was den Bäumen bei Hitze- und Dürreperioden hilft und durch Verdunstung zur Abkühlung der Umgebung beiträgt. Die Bevölkerung nimmt die Neugestaltung des Ortszentrums mit Begeisterung auf. Landesrätin Claudia Holzer, VCÖ-Experte Michael Schwendinger und Peter Wallis, Regionalmanager der ÖBB-Personenverkehr AG, überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark für die barrierefreie und klimafitte Neugestaltung des Ortszentrums von Neudau an die Gemeinderäte Werner Korrer und Alex Österle.
Großflächiges Tempo 30 der Stadtgemeinde Liezen als vorbildliches Projekt prämiert
Der Gemeinderat von Liezen hat einstimmig die großflächige Einführung von Tempo 30 in der Stadt beschlossen. Seit 1. August 2025 gilt auf nahezu allen Gemeindestraßen im Ort 30 Kilometer pro Stunde als Höchstgeschwindigkeit. Ausgenommen sind definierte Vorrangstraßen. Vorausgegangen waren zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung, dass zu hohes Tempo des Kfz-Verkehrs ein Problem ist, vor allem für die Verkehrssicherheit der Kinder. Die großflächige Umsetzung von Tempo 30 macht es für die Bevölkerung angenehmer und sicherer, zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, der Verkehrsfluss ist gleichmäßiger, weniger Beschleunigen reduziert Lärm und Spritverbrauch. Die Maßnahme stärkt auch die Attraktivität der Wohnviertel der Stadt. Landesrätin Claudia Holzer, VCÖ-Experte Michael Schwendinger und Peter Wallis, Regionalmanager der ÖBB-Personenverkehr AG überreichten die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark an Bürgermeisterin Andrea Heinrich und Verkehrsreferent Gerald Treschnitzer.
Vielfältiges Mobilitätsangebot von Leoben beim VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark prämiert
Leoben bietet der Bevölkerung ein vielfältiges Mobilitätsangebot. Die Bahn wird durch zahlreiche regionale Busverbindungen und nachfrageorientierte Rufbusse ergänzt. Die Rufbusse können mit dem KlimaTicket Steiermark und allen anderen Karten des Verkehrsverbunds Steiermark benützt werden. Zudem stehen zahlreiche Sharing-Fahrzeuge zur Verfügung, nämlich 40 Elektrofahrräder, 80 E-Scooter, sechs Elektro-Lastenräder und sieben Carsharing-Autos, zwei davon sind Elektroautos. Auch die Elektrifizierung der Busflotte wird vorangetrieben. Fünf Elektrobusse sind bereits im Einsatz. Und in Leoben gibt es auch bereits PV-Carports: Der Sonnenstrom, den die Photovoltaikanlage am Dach produziert, kann direkt zum Laden für die im Schatten geparkten Autos genutzt werden.
Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark nahmen Betriebsleiter Mobilität der Stadtwerke Leoben, Michael Braunsberger, entgegen.
Einsatz für barrierefreie Mobilitätsangebote ebenfalls ausgezeichnet
Das Grazer Ingenieursbüro Triagonal GmbH hat im Rahmen eines Forschungsprojekts untersucht, was es österreichweit braucht, damit bedarfsorientierte Mobilitätsangebote wie Mikro-ÖV und Carsharing von Menschen mit Behinderung selbstständig benutzt werden können. Es wurde der Status Quo erhoben, Fahrzeuge und Buchungssysteme wurden auf ihre reale Nutzbarkeit analysiert und ein barrierefreier Buchungsprozess (Internet und Telefon) entwickelt. Zusätzlich wurden ein Anforderungskatalog für Fahrzeuge und Betrieb sowie Empfehlungen für Förderungen und Ausschreibungen verfasst. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark nahmen von Triagonal der Projektverantwortliche Georg Huber, vom Verein LebensGross Stefanie Burgschwaiger und Kevin Neubauer entgegen.
Der VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Steiermark und den ÖBB durchgeführt sowie vom Verkehrsverbund Steiermark, der Holding Graz und der Energie Steiermark unterstützt.
Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark:
www.vcoe.at
Rückfragehinweis:
Andreas Kreminger | Büro Landesrätin Holzer | Mobil: +43 676 8666 2169
Tel. +43 (316) 877 2169 | E-Mail: andreas.kreminger@stmk.gv.at
Graz, am 26. August 2026
Rene Kronsteiner unter Tel.: +43 (316) 877-2283, bzw. Mobil: +43 (664) 1236433 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: rene.kronsteiner@stmk.gv.at zur Verfügung.
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